Montag, 8. Februar 2010

SUB-Losverfahren

Vor Kurzem habe ich mich entschieden beim SUB-Losverfahren von Kari mitzumachen und vor 3 Tagen ging's dann auch los.

Um was es bei dem SUB-Losverfahren eigentlich geht hat Kari wiefolgt beschrieben:


So funktioniert’s: Jeder Teilnehmer nennt im Beitrag „Teilnehmer der 4. Runde des Sub-Losverfahrens“ seinen aktuellen SuB-Stand. Anschließend werde ich durch Los ermitteln, wer für wen die Glücksfee spielen darf und eine Zahl – die sich im Rahmen des SuBs bewegt auswählen darf (ohne des Stapel ungelesener Bücher des anderen zu kennen)! Falls das genannte Buch ein Folgeband einer Reihe ist, wird der erste bzw. der als nächstes zu lesende Band herangezogen. Außerdem werde ich einen Beitrag veröffentlichen, in dem ihr den Fortschritt der vierten Runde nachlesen könnt! Darin findet ihr dann eure Glücksfeen und könnt eure SuB-Nummern posten! >KLICK

Da war nämlich die Auslosung und für mich hat Holly Buch Nr. 5 ausgewählt. Buch Nr. 5 ist: "Das Herz der Nacht" von Ulrike Schweikert, was ich sofort beginnen werde, wenn ich mit "The Graveyard Book" von Neil Gaiman fertig bin.

Mit den Rezensionen kann es allerdings dauern, da ich momentan noch 4 Rezensionen im Rückstand bin und diese dann auch erst schreiben möchte, aber das geht erst ab Mitte Februar, wenn die Klausuren vorbei sind.

Freitag, 5. Februar 2010

Bist du lesesüchtig?

Diese tolle Liste habe ich bei Steffi Emmy entdeckt und natürlich will auch ich wissen, ob ich lesesüchtig bin. Die Antwort steht ja eigentlich schon vorher fest :-)


1. Du hast deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon!

2. Deine Kreditkartenabrechnungen werden per Büchersendung verschickt!

3. Du kaufst Teil 3 einer Serie und noch bevor du angefangen hast zu lesen, freust du dich auf Teil 4!

4. Du teilst das Jahr nicht in Frühjahr Sommer Herbst und Winter auf, sondern Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst!

5. Die vielen Mails in deiner Mailbox sind keine Spams sondern die Lieferauskünfte deines Online-Buchhändlers!

6. Deinen Buchhändler wählst du danach aus, wie weit es bis zum nächsten Parkhaus ist, damit du nicht so weit so schwer tragen musst!

7. Dein Stapel ungelesener Bücher ähnelt in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa! (momentan zwar nicht, aber manchmal schon)

8. Du ärgerst dich im Mai, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.

9. Die Familienmitglieder deiner Serienhelden sind dir geläufiger als deine eigenen Cousins und Cousinen!

10. Dein Postbote hasst dich!

11. Deine Familie erkennt dich ohne Buch vor dem Gesicht nicht mehr!

12. Du freust dich über ein schlechtes TV-Programm, denn es verschafft dir mehr Zeit zum Lesen!

13. Du überbietest dich im Eifer des Gefechts bei eBay selber!

14. Die Leihbücherei deines Heimatortes kann nur aufgrund deiner Buchspenden existieren!

15. Du verbringst alle Wochenenden im Baumarkt, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!

16. Wenn dein SUB auf unter 5 sinkt, steigt dein Puls auf 180!

17. Man nennt dich auch den ‚Schrecken der Flohmärkte’!

18. Dein Vermieter kündigt dir, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.

19. An Sonn- und Feiertagen bestellst du entweder online oder gehst an den Hauptbahnhof, um dir Suchtstoff zu beschaffen!

20. Wenn du in den Urlaub fährst, dann hast die Klamotten im Handgepäck und der Koffer ist voller Bücher!

21. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.

22. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.

23. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.

24. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.

25. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.

26. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.

27. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.

28. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.

29. Du Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.

30. Du anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt.

31. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.

32. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.

33. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.

34. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.
35. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.

36. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, (obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.)

37. Du nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel berechnest

38. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.

39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.

40. Deine Umgebung völlig schockiert darauf reagiert, dich ohne Buch anzutreffen.

41. Du dich über ein schlechtes Fernsehprogramm und damit mehr Lesezeit freust.

42. Wenn du das Buch auch aufs Klo mit nimmst und liest

43. Du andauern rufst: “Oh! Eine Buchhandlung!”

44. Du ständig über kreative Möglichkeiten nachsinnst, Deine wachsenden Bücherstapel unterzubringen

45. Du diverse Listen -incl. Sub – führst bzw. Dateien anlegst, um den Überblick über die Bücher zu behalten


Mehr als 10 Treffer: akut lesesüchtig
Mehr als 20 Treffer: fortgeschrittenes Stadium
Mehr als 30 Treffer: nicht mehr therapierbar.


Mein Ergebnis: 34

ohjeeeeeeeeeee! ;-)

Mittwoch, 3. Februar 2010

Ich lese gerade...

Ich lese gerade:

"The Graveyard Book" von Neil Gaiman


Erster Satz:



There was a hand in the darkness, and it held a knife.


Montag, 1. Februar 2010

Sehr interessant...

„Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch – sonst hieße es ja Buchung“.

Dieter Hildebrandt
Nach dem ganzen Schulpädagogik lernen, muss ich das einfach mal loswerden.

Samstag, 30. Januar 2010

Thaddeus und der Februar - Shane Jones

Thaddeus und der Februar (Originaltitel: Light Boxes, 2009)
Shane Jones, Februar 2010
Eichborn, ISBN: 978-3821861074
Seiten: 176


Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden durch eine E-Mail vom Programmleiter des Eichborn Verlages. Erst war ich noch sehr skeptisch, aber dann bin ich längere Zeit auf der Seite des Buches rumgesurft, habe mir das Video angeschaut und das Interview mit den Autor durchgelesen. Bei Interesse, hieß es, wäre es möglich ein Rezensionsexemplar zu erhalten und natürlich habe ich da nicht Nein gesagt. Vielen Dank an den Verlag an dieser Stelle! "Thaddeus und der Februar" erscheint übringens im Februar.


Über den Autor:

Shane Jones wurde 1980 geboren und hat Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. "Thaddeus und der Februar" ist sein erster Roman. Zunächst erschienen in einer Auflage von wenigen Hundert Exemplaren, verbreitete sich der Ruf des Buches wie ein Lauffeuer - zunächst im Internet, dann bis zu Spike Jonzes (Being John Malkovitch, Wo die wilden Kerle wohnen), der die Filmrechte erwarb.


Klappentext:

Die Stadt, die dem Februar den Krieg erklärte
Mit wilder Kreativität erschafft Shane Jones eine magische Welt der Fantasie - wie vor ihm Lewis Carroll und Roald Dahl, Italo Calvino und Walt Disney.
Viele hundert Tage schon währt die kalte Herrschaft des Februars: Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt, finstere Priester patrouillieren, Papierdrachen dürfen nicht mehr zum Himmel aufsteigen, Kinder verschwinden im Wald. Traurigkeit legt sich über die Stadt wie der Schnee, der endlos fällt, doch die Erinnerung an warme Tage lebt weiter. Die Stadt beschließt, in den Kampf zu ziehen, den Winter zu besiegen, und Thaddeus, der Ballonfahrer, soll ihr Anführer sein. Doch dann stößt Thaddeus in einer Hütte am Waldrand auf den Februar selbst - und es ist ein Mann, der eine Geschichte schreibt: die Geschichte der Stadt ...
In Shane Jones Roman regiert die Fantasie, um von etwas zu erzählen, das tief in uns existiert. Thaddeus und der Februar ist surreal und poetisch - eine zeitlose Geschichte aus Archetypen und Traumwelten, voller Abgründe und Wunder, so einzigartig wie jede Schneeflocke, die vom Himmel fällt.


Auglia's Rezension:

Nach der Lektüre von "Thaddeus und der Februar" blieb mir ein Eindruck im Kopf: "Es ist ein sonderbares Buch". Dieser Eindruck ist sowohl positiv als auch ein wenig negativ behaftet.

"Thaddeus und der Februar" ist ein dünnes Büchlein mit weniger als 200 Seiten, das durch einen angenehmen Schreibstil flüssig zu lesen ist. Was mich allerdings ein wenig gestört haben, sind die vielen Wiederholungen. Anfangs fand ich es noch recht lustig und interessant. Ich stelle mir da einen Autor vor, der meint, dass sein Leser vieles schnell vergisst und so wiederholt er eben das Wichtigste. Aber mit der Zeit haben mich die Wiederholugen dann gestört, die ich dann kurzerhand einfach überlesen habe

Das Buch ist eher eine kurzweilige Lektüre, aber dennoch gelang es dem Autor eine tolle Sprache bzw. Atmosphäre zu schaffen. Teilweise wirkt das Buch poetisch und spricht in Metaphern, für mich hätte das ruhig öfters sein dürfen. Ich mag eine poetische Sprache in Fantasy-Romanen.

"Thaddeus und der Februar" beginnt unvermittelt gleich mit dem Geschehen, der Leser erhält weder eine Einführung in die Geschichte noch in die Personen. Letzteres hat mir gefehlt, da ich die ganze Zeit über keine direkte Vorstellung von den Protagonisten vor Augen hatte. Die Charaktere bleiben Typen, sie sind meiner Meinung nach zu wenig charakterisiert. Es könnte natürlich auch sein, dass der Autor einen zeitlosen Roman mit zeitlosen Charakteren schaffen wollte, sodass die Charaktere durch beliebig andere Menschen ersetzt werden können z. B eben solche, die für eine bestimmte Zeit charakteristisch sind. Mir ist es jedoch lieber, wenn ich vom Autor geleitet werden, sodass ich eine klare Vorstellung von den Protagonisten erhalte und nicht alles selbst "erfinden" oder "erklären" muss.

Dennoch beweist der Autor sehr viel Kreativität und Fantasie. Man merkt, dass er sich Mühe gegeben. Am Anfang des Buches wird verboten, dass Papierdrachen fliegen, das schreibt der Februar vor und schreibt es auf ein Blatt. Als Thaddeus versucht einen Drachen steigen zu lassen, geschieht nichts. Um nicht zu vergessen, was das Fliegen ist, lassen sich die Menschen allerhand einfallen. Später ist Fliegen dann generell verboten. Der Februar lässt sich aber noch mehr einfallen.

Die Idee hinter dem einen Krieg gegen eine Jahreszeit anzufangen und zu führen ist interessant. Ich habe noch nichts Derrtiges gelesen, aber dennoch war die Geschichte an sich nicht so überzeugend wie ich es mir erhofft hätte. "Thaddeus und der Februar" ist eine zeitlose Geschichte, die schon fast an ein Märchen erinnert.

Spannung hat Shane Jones ebenfalls geschaffen, sodass sich der Leser immer fragt, wie es weiter geht im Krieg gegen den Februar, was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat oder wer eigentlich der Februar ist, ob es eine greifbare Person, wie vermutet wird, oder eine "Jahreszeit" oder beides ist. Der Leser, der Fragen auf die Antworten haben möchte, ist somit gezwungen weiterzulesen und tut dies auch gern.

Das Buch hat etwas Geheimnisvolles, dass sich dem Leser (bis zum Schluss) verschließt. Ich blieb am Ende doch etwas verwirrt zurück, für mich war das Ende sonderbar, was zum ganzen Buch passen würde.

Die Gestaltung des Buches hat mir besonders gefallen: Immer wieder gibt es auf einzelnen Seiten Zeichnungen, die die Geschichte illustrieren. Auch mit der Schriftgröße wird experimentiert, sodass beim Flüstern die Wörter kleiner dargestellt werden. Teilweise stehen auch nur ein oder zwei Sätze auf einer Seite. Auf dem Cover kann man einen Ballonfahrer, bei dem es sich wohl um Thaddeus handelt, sehen. Wenn der Leser die Schutzhülle entfernt, sieht er einen glitzernde Schneelandschaft, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Ich stecke irgendwie in einem Zwiespalt fest, einerseits hat mir das Buch gefallen, aber andererseits auch wieder nicht, daher habe ich mich entschieden 3 von 5 Sternen, also die Note 3 zu vergeben.

Fazit: "Thaddeus und der Februar" ist ein sonderbares, geheimnisvolles und zeitloses Buch.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen.





Donnerstag, 28. Januar 2010

Lernstress :-(

Ich komme zur Zeit überhaupt nicht zum verfassen von Rezensionen und auch leider kaum zum Lesen, bin im Lernstress. Jetzt stehen 6 Klausuren an. Aber in gut 2,5 Wochen hab ich dann hoffentlich wieder mehr Zeit zum Lesen und schreiben...

Dienstag, 26. Januar 2010

Fucking Berlin - Sonia Rossi

Fucking Berlin
Sonia Rossi
, Juli 2008
Ullstein TB, ISBN: 978-3548372648
Seiten: 256

Mit "Fucking Berlin" habe ich als bekennende Fantasy-Leserin einen Abstecher in ein anderes Genre gemacht. Ich allerdings nicht genau in welche Genre man dieses Buch einordnen soll, einerseits wäre da die Möglichkeit das Buch als Biografie zu betrachten oder andererseits es als zeitgenössische Literatur einzuordnen. Für mich wären beide Genres "neu", wobei für mich die Biografie naheliegender wäre. Auf dieses Buch bin ich durch die Empfehlung eienr Freundin gestoßen, bei Ebay konnte ich es ersteigern. Gerade habe ich entdeckt, dass es ein weiteres Buch von Sonia Rossi mit dem Titel "Dating Berlin", das im März 2010 erscheinen wird, geben.


Über die Autorin:

Sonia Rossi wurde in Italien geboren. Sie ist Mitte zwanzig, lebt in Berlin, studiert Mathematik und hat einen Sohn.


Klappentext:

Das autobiographische Bekenntnis zur käuflichen Liebe - und die freimütige Schilderung eines Doppellebens.

Sie lebt in Berlin, studiert Mathematik, bringt morgens ihr Kind in die Kita und trifft sich am Wochenende mit Freunden. Eine normale junge Frau – auf den ersten Blick. Denn sie hat noch einen Job: Sie verkauft ihren Körper. Und sie sieht darin auch kein Problem. Wie kommt man als harmlose Studentin ins Rotlichtmilieu? Wie ist das, wenn man sich zum ersten Mal gegen Bezahlung einem Freier hingibt? Wie erlebt man den Alltag mit den Kunden und Kolleginnen aus dem Milieu? Und wie kriegt man das überhaupt hin, ein Doppelleben zwischen bürgerlicher Existenz und Prostitution?


Auglia's Rezension:

Ich habe überlegt, ob ich zu "Fucking Berlin" überhaupt eine Rezension schreiben soll, da mir nichts wirklich Postives, aber auch nichts wirklich Negative dazu einfällt. Ich habe mich dann aber doch dazu entschieden eine Rezi zu schreiben.

Wie schon erwähnt habe ich mit "Fucking Berlin" einen Abstecher in ein für mich neues Genre gemacht, ansonsten lese ich meistens Fantasy-Literatur. Empfohlen wurde mir das Buch von einer Freundin.

Der Schreibstil des Buches ist in Ordnung, sicherlich kein Meisterwerk, aber angenehm zu lesen. Man merkt, dass die Autorin ihre Gedanken und Gefühle aufs Papier bringen wollte, dabei bedient sie sich aber nicht sprachlicher Schönheiten bzw. Auffälligkeiten wie es Autoren, die aus Leidenschaften schreiben, tun würden.

"Fucking Berlin" gibt dem Leser einen interessanten Einblick das älteste Gewerbe der Welt. Sonia Rossi schildert wie es dazu gekommen ist, dass sie ihren Körper verkauft hat. Dabei geht sie auch ein wenig auf ihren Alltag als Studentin ein, wie sie ihren Ehemann kennenlernte etc. Jeder hat so seine Vorstellungen von diesem Gewerbe und recht viel Neues habe ich in dem Buch nicht erfahren. Das Thema an sich klingt spannend, aber das Buch selber bietet wenig Abwechslung.

Positiv am Buch ist, dass es sich schnell lesen lässt und flüssig geschrieben ist. Es eignet sich hervorragend als nette Nachmittagslektüre, wobei das Thema doch etwas "hart" ist oder an Winterabenden.

Die Autorin hat mutige Entscheidungen getroffen. Ihren Körper zu verkaufen um ihr Studium zu ermöglichen ist eine weitreichende Entscheidung und ich bin froh nicht in ihrer Lage zu sein. Ich bin froh, dass es mir so gut geht, dass ein anständiges Leben möglich ist. Eine weitere mutige Entscheidung war, dass sie ihre Lebensgeschichte in einem Buch aufgeschrieben und veröffentlich hat. Mich hat das Buch wirklich nachdenklich gemacht. Wie schwer ist es ein Studium zu finanzieren? Wie weit würden die Menschen gehen?

Ein wenig gestört hat mich Folgendes: Im Buch kommt es so rüber, als ob es selbstverständlich wäre den eigenen Körper zu verkafuen und als ob man sich ein Studium schwer finanzieren könnte. Es klingt so, als ob sehr viele Studenten sich ihr Studium nur durch den Verkauf ihres Körpers finanzieren könnten. So zumindest mein Eindruck.

Teilweise sind die Gedankengänge auch etwas unlogisch: Wieso hat die Autorin mit ihrem Nebenjob nicht aufgehört als sie merkte, dass sie dadurch ihr Studium vernachlässigt? Eigentlich ist sie doch nach Deutschland zum Studieren gekommen. Klar, muss sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen, aber geht das nicht auch mit einem anderen, nicht so "zeitaufwendigen" Job? Zudem empfand sie mit der Zeit immer mehr Ekel was ihre Freier betraf und merkte, dass der Job doch nicht so lukrativ war.

Ein Ende bzw. ein Abschluss fehlte gänzlich. Man weiß nicht wirklich wie es weitergeht und bleibt mit vielen Fragen im Kopf zurück. Vielleicht liegt dies daran, dass noch ein Buch der Autorin erscheint, vielleicht ist "Dating Berlin" eine Fortsetzung davon?

Die Autorin ging ohne Deutsch-Kenntnisse nach Deutschland und will dort Mathematik studieren, in Berlin. Das Ziel in einem fremden Land zu studieren finde ich gut, aber dann sollte man doch wenigstens die Sprache sprechen um sich zurechtfinden zu können bzw. sich über das Land informieren und sich vorher auch Gedanken machen wie man sich den Lebensunterhalt und das Studium finanzieren kann. So wären zumindest meine Überlegungen.

Interessant fand ich die Fußnoten, in denen die Autorin Erklärungen abgibt. Aber dennoch habe ich mir immer wieder folgende Frage gestellt: Wie viel Wahrheit steckt in dem Buch und was ist erfunden? Das Buch wird zwar als autobiographisch verkauft, aber dennoch kann ich mir so ganz vorstellen, dass alle Geschehnisse zu 100 Prozent so passiert sind.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass ich kein Verspüren habe ähnliche Bücher wie "Fucking Berlin" zu lesen. "Dating Berlin" wird wohl daher nicht auf meiner Wunschliste landen.

Fazit: "Fucking Berlin" kann man lesen, muss man aber nicht.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen.

Sonntag, 24. Januar 2010

Mein Praktikum steht...

und ich freue mich schon sehr darauf. Hoffentlich kommt der 22. März bald!


Dann habe ich noch einen Award bekommen, über den ich mich sehr gefreut habe. Der Award stammt von catbooks und dafür bedanken ich mich auch sehr.

Natürlich ist auch mit diesem Award wieder eine Aufgabe verbunden, die wiefolgt lautet: 10 Punkte sollen genannt werden, die einen glücklich machen und der Award soll an 10 weitere Personen vergeben werden.


  1. meine Familie
  2. meine Katzen
  3. meine Freunde
  4. gute Bücher
  5. Speed-Skates fahren
  6. gute Musik
  7. schönes Wetter
  8. ausschlafen
  9. wenn ein "Programm", das ich schreibe, ohne Fehler läuft
  10. vieles, was ich noch nicht genannt habe

Da der Award schon an viele vergeben wurde, darf er von 10 Personen mitgenommen werden, die sich hier bitte per Kommentar melden, denn diesen Award haben sicher mehr verdient, die mit dem Blogschreiben meinen Alltag erfreuen.

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