Donnerstag, 19. November 2009

Ich lese gerade...

Ich lese gerade:
"Destined for an early Grave" von Jeaniene Frost



Erster Satz:
If he catches me, I'm dead.

Sonntag, 15. November 2009

Drachenkaiser - Markus Heitz

Drachenkaiser
Markus Heitz
, September 2009
Piper, ISBN: 3492701531
Seiten: 541


Endlich gibt es die Fortsetzung zu "Die Mächte des Feuers", darauf warte und freue ich mich schon lange. "Die Mächte des Feuers" war nach "Ritus" uns Sanctum" mein drittes Buch von Markus Heitz und von da ab wusste ich, dass ich seine anderen Bücher lese muss. Erhalten habe ich "Drachenkaiser" über saubereingeschenkt.de, mein Dank für dieses Buch gilt Roland.


Über den Autor:


Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte und lebt als freier Autor in Zweibrücken. Sein Erstling "Schatten über Ulldart", der Auftakt zum sechsbändigen Epos "Ulldart Die Dunkle Zeit", wurde mit dem Deutschen Phantastik Preis 2003 als "Bestes Roman-Debüt National" ausgezeichnet. Markus Heitz gehört heute zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren.


Klappentext:

Die Menschen stehen vor der größten Schlacht - dem Feldzug gegen die Drachen. Markus Heitz schickt erneut die Drachentöterin Silena in den Kampf gegen die übermächtigen Beherrscher unserer Welt.Unsere Welt gehört den Drachen - seit Anbeginn der Zeit haben sie Länder und Kontinente unter sich aufgeteilt, säen Hass und Intrigen zwischen den Völkern, entfachen politische Konflikte und Kriege. Doch im Europa des Jahres 1926 gibt es Menschen, die sich den übermächtigen Geschöpfen entgegenstellen. Die Drachentöterin Silena, Fürst Grigorij und ihre Gefährten haben die erste Schlacht gegen die Drachen geschlagen. Die feuerbewehrten Herrscher der Alten Welt sind geschwächt und zerstritten. Dies lockt einen neuen Drachen aus dem Fernen Osten herbei, der seine gierigen Klauen nach Europa ausstreckt. Silena und ihre Mitstreiter müssen verhindern, dass der Machtkampf der Drachen zur Unterdrückung der gesamten Menschheit führt.


Auglia's Rezension:

Wie schon erwähnt handelt es sich bei "Drachenkaiser" um die Fortsetzung von "Die Mächte des Feuers. Alte Bekannte wie Silena, die jetzt Anastasia genannt wird, Fürst Gregorij, ihr Ehemann, und viele andere aus dem ersten Buch darf der Leser wieder treffen. Natürlich fehlen aber auch die Drachen nicht.

"Drachenkaiser" hat mich von der ersten Seite an gefesselt, sodass ich mich teilweise wirklich schwer tat das Buch auf die Seite zu legen. Die Charaktere entwickeln sich weiter, werden noch realistischer und glaubhafter, einfach noch besser. Auch die Geschichte an sich gefällt mir um einiges besser als im Vorgänger. Erst hatte ich die Befürchtung, dass Markus Heitz "Die Mächte des Feuers" nicht übertrumpfen kann, doch genau dies ist im mit "Drachenkaiser" gelungen.

Auch Spannung ist von Anfang an vorhanden und wird im Laufe des Buches noch kontinuierlich gesteigert. Es gibt überraschende Wendungen, die den Leser teilweise in Staunen versetzen und ihn den Atem anhalten lassen. "Drachenkaiser" ist ein echter Pageturner.

Mittlerweile lese ich sehr gerne fantastische Bücher, die in der Vergangenheit angesiedelt sind, allerdings ist es mir dabei wichtig, dass der Autor nicht zu dick aufträgt. Markus Heitz beherrscht die Kunst des Einwebens von fantastischen Elementen in eine vergangen Zeit hervorragend. Der Hintergrund von "Drachenkaiser" ist äußerst interessant: Das Buch spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Welt, die von Drachen regiert wird. Allerdings regieren diese Drachen nur im Hintergrund, sodass die Menschheit, bis auf ein paar Ausnahmen, davon nicht wirklich viel mitbekommt. Diese paar Ausnahmen verfolgen die Drachen und versuchen sie auszurotten.

Markus Heitz beschreibt die Tatsache, dass Drachen unsere Welt regieren so selbstverständlich und kreiert damit eine tolle Atmosphäre. Der Leser erhält den Eindruck, also es sie wirklich so hätte zutragen können. Natürlich bringt Markus Heitz seine Vorliebe für Intrigen und andere derartige Spielchen im Buch "Drachenkaiser" auch wieder zum Vorschein. Der Leser weiß eigentlich nicht so genau, wer auf welcher Seite steht und so bleibt es immer spannend.

Markus Heitz' Schreibstil gefällt mir wieder sehr gut: Einerseits schreibt er sehr transparent und klar d. h. es kommen zwar wirklich viele Personen und Gestalten vor, der Leser jedoch verliert nie den Überlick. Diese Tatsache finde ich außerordentlich wichtig, denn nur so ist es dem Leser möglich der Geschichte die ganze Zeit über zu folgen. Doch es gibt auch sehr humorvolle Szenen, die das Geschehen wieder etwas auflockern, ich denke dabei vor allem die Szenen mit den Geistern. An Emotionalität fehlt es in "Drachenkaiser" auch nicht, denn Selina bzw. Anastasia hat eine schwere Zeit zu durchleben, da fließen schon des Öfteren ein paar Tränchen, aber natürlich gibt es freudige Momente. Markus Heitz findet zwischen all diesen Aspekten eine gute Mischung.

Die fantastischen Elemente d. h. die Drachen, aber auch all die wunderbaren Flugobjekte und Waffen der Mitstreiter von Silena, hat Markus Heitz toll in sein Buch hineingestrickt. Man muss nur vorstellen wie es aussehen könnte, wenn man versucht mit Zeppelinen gegen riesige Drachen zu kämpfen. Es wirkt nicht konstruiert, sondern glaubhaft und der Leser sieht es fast schon als selbstverständlich an, dass Drachen die Welt im Hintergrund regieren.

Ein besonders Schmankerl erwartet die Leser, wenn sie den Buchumschlag entfernen, ein wirklicher Hingucker. Aber worum es sich da genau handelt wird nicht verraten, das müsst ihr euch selbst ansehen.

Wenn man "Drachenkaiser" liest, vergisst man alles andere um sich herum, man kann richtig abtauchen in das Geschehen und fühlt sich ins 20. Jahrhundert versetzt. Es fühlt sich so an als wäre man unmittelbar beim Geschehen. Derartig tolle Bilder hatte ich zumindest während des Lesens im Kopf.

Allerdings kann ich keinen vollen fünf Sterne vergeben, da mir das Gewisse etwas gefehlt hat. Ich muss sagen, ich habe schon ein wenig bessere Bücher von Markus Heitz gelesen. Nichtsdestotrotz ist "Drachenkaiser" für alle Markus Heitz ein Muss.

Das Ende ist nicht vorhersehbar und kommt eher unerwartet. Dennoch ist "Drachenkaiser" ins sich abgeschlossen, aber eine Fortsetzung wäre durchaus möglich. Wobei Markus Heitz verlauten ließ, dass er im Moment darüber noch nicht nachdenkt. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn es ein weiteres Abenteuer mit Silena, Gregorij und den Drachen geben würde.

Allen, die "Drachenkaiser" lesen möchte, würde ich dringend empfehlen zuerst "Die Mächte des Feuers" zu lesen.


Fazit: "Drachenkaiser" ist ein gelungene Fortsetzung zu "Die Mächte des Feuers" und für jeden Heitz' Fan ein Muss.

Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Sternen.

Donnerstag, 12. November 2009

Ich lese gerade...

"Pyras" von Ulrike Schweikert


Erster Satz:

Die Vampirin näherte sich mit gesenkten Lidern, und doch war ihr, als könne sie jede Einzelheit seiner machtvollen Gestalt sehen.

Dienstag, 10. November 2009

DIe Werwölfe - Christoph Hardebusch

Die Werwölfe, September 2009
Christoph Hardebusch
Heyne, ISBN: 345353316X
Seiten: 512

Von Christoph Hardebusch habe bisher noch kein Buch gelesen, als mir aber dann sein neuer Titel "Die Werwölfe" über den Weg gelaufen ist, bin ich hellhörig geworden. Mittlerweile lese ich sehr gerne Bücher über Werwölfe und mit Werwölfen, angefangen hat diese Vorliebe mit den Büchern "Ritus" und "Sanctum" von Markus Heitz.


Über den Autor:

Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein großes Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seiner Troll-Romane - "Die Trolle" wurden 2007 mit dem deutschen Phantastik-Preis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet - und der Sturmwelten-Saga ist er als freischaffender Autor tätig. Er lebt und arbeitet in Heidelberg.


Klappentext:

Das Mystery-Ereignis des Jahres!
Europa Anfang des 19. Jahrhunderts: Während sich die Alte Welt von zahllosen Kriegen erholt, kündigen sich tiefgreifende Veränderungen an - die Menschheit steht an der Grenze zur Moderne. Aber noch sind die Traditionen stark und die starren Strukturen brechen nur langsam auf. In dieser Zeit des Wandels schickt sich eine uralte Bedrohung an, die Menschen in den Abgrund zu reißen. Denn in den Schatten der Welt hat etwas überlebt: die Werwölfe ...
Christoph Hardebusch legt einen einzigartigen Roman vor, der den Mythos Werwölfe auf ganz neue Weise erzählt · Die Werwölfe ist nach Die Vampire die kongeniale Weiterführung der Bestseller Die Elfen, Die Zwerge und Die Trolle.


Auglia's Rezension:

"Die Werwölfe" würde ich eher in den Bereich Dark Fantasy einordnen, da doch die meiste Zeit über eine düstere und dunkle Atmosphäre vorherrschte. Zum Teil erinnert mich das Buch auch sehr an Markus Heitz' Bücher "Ritus" und "Sanctum", doch daran kommen "Die Werwölfe" meiner Meinung nach nicht ganz heran.

Im Buch selbst gibt es sehr interessante historische Fakten, von denen ich gerne noch viel mehr gelesen hätte, ich mag einfach Fantasy Bücher, die in der Vergangenheit spielen, am besten dann noch mit historisch belegbaren Fakten. Aber natürlich legt der Autor hier seinen Schwerpunkt nicht auf Historisches und dennoch baut er diese Elemente sehr gut ein. Ein gutes Fantasy Buch, das in der Vergangenheit spielt, braucht auch Fiktion, allerdings nicht zu übertrieben, da sich das ansonsten mit dem Umfeld nicht versteht und alles übertrieben wirken lässt. Diese Mischung ist Christoph Hardebusch sehr gut gelungen, man konnte sich vorstellen, dass es Anfang des 19. Jahrhunderts durchaus Werwölfe hätte geben können.

Dennoch empfand ich "Die Werwölfe" teilweise ein wenig zu trocken bzw. langweilig. Es war zwar Spannung vorhanden, aber durchgehen fesseln konnte mich das Buch aber leider nicht. Der Wechsel von spannenden, actiongeladenen Kapiteln und ruhigen, atmosphärischen ist dem Autor ebenfalls gut gelungen, wobei bei letzteren mir teilweise das gewisse Etwas gefehlt hat. Die ruhigen Kapitel war mir einfach einen Ticken zu langweilig, da ist zu wenig passiert, zumindest für meinen Geschmack. Die ruhigen Szenen tragen zwar positiv zur Entwicklung der Charaktere bei, allerdings dauert mir diese Entwicklung machmal zu lange.

Die Charaktere wirken glaubhaft, entwickeln sich (wenn dieser Prozess auch teilweise sehr lange dauert) und sind auch sympatisch. Probleme hatte ich eigentlich nur mit dem Hauptcharakter Niko, mit dem ich mich einfach nicht wirklich anfreunden konnte, er blieb mir immer irgendwie fremd obwohl er während des gesamten Buches eine Hauptrolle spielt. Ihm fehlt es an Persönlichkeit, etwas das ihn charakterisiert, das ihn von den anderen abhebt.

Eine Verfilmung des Buches "Die Werwölfe" könnte ich mir durchaus vorstellen, schon während des Lesens lief bei mir ein Film ab. Was mir teilweise nicht so gut gefallen hat, ist die Brutalität, die im Buch thematisiert wird. An manchen Stellen fließt schon sehr viel Blut, weshalb ich zart-besaiteten Personen davon abraten würde.

Gut gefallen hat mir dagegen das Auftauchen von Byron, Shelley, Humboldt und anderen Persönlichkeiten, die es in der Vergangenheit wirklich gegeben hat. Damit erhählt das Buch noch einen besonderen Reiz. Wobei diese Idee, genauso wie die einer kirchlichen Geheimorganisation, die Werwölfe jagt, nicht neu ist, aber dennoch gut umgesetzt und spannend beschrieben.

"Die Werwölfe" war, wie gesagt, mein erster Roman von Christoph Hardebusch. Enttäuscht bin ich nicht, aber ganz so begeistern wie manch andere Autoren konnte er mich auch nicht. Sollt es von den Werwölfen eine Fortsetzung geben, was zwar möglich, aber nicht nötig ist, weil die Geschichte an sich eigenlich abgeschlossen ist, werde ich diese vermutlich schon lesen.

Fazit: Mit "Die Werwölfe" ist Christoph Hardebusch ein solider Fantasy-Roman gelungen, der über weite Strecken überzeugen kann, aber als das Mysterie-Ereignis des Jahres würde ich es nicht bezeichnen.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

Samstag, 7. November 2009

5-Euro-Gutschein bekommen und eingelöst...

In diesem Beitrag habe ich berichtet, dass man bei der Teilnahme einen 5-Euro-Gutschein von Amazon.de erhält. Und nun ist er bei mir eingetroffen und natürlich gehe ich jetzt auch gleich zum Einlösen. Smilie by GreenSmilies.com


Dieses Buch soll's sein:



Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Falko Smilie by GreenSmilies.com.

Donnerstag, 5. November 2009

Lesestatistik vom Oktober

Folgende Bücher habe ich im Oktober gelesen


Diesen Monat sind es leider nur 4 Bücher geworden, allerdings gibt's dafür auch einen guten Grund: Ich habe zum Studieren angefangen, neue Leute kennengelernt, bin in mein eignes "Reich" gezogen und habe daher einfach nicht mehr so die Zeit zum Lesen, was sehr schade ist. Aber es hilft nichts, vielleicht bessert es sich auch wieder

Diesen Monat habe ich kein englisches Buch gelesen, in Zukunft möchte ich wieder mehr Bücher im Original lesen, auf meinem SUB ist momentan aber nur eines, auf der Wunschliste schaut's besser aus...

Eine neue Reihen habe ich begonnen mit "Alterra" und da bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich die Fortsetzungen lesen werde. Diesen Monat war sogar mal wieder ein Krimi dabei, der mir doch auch gefallen hat. Über die Henkerstochter, den Henker Kuisl, den Medicus Simon und die andren habe ich auch mehr erfahren. Oliver Pötzsch hat es geschafft, dass ich wieder sehr große Freude habe an historischen Romanen, aber dazu später mehr, da ich "Die Henkerstochter und der schwarze Mönch" mit in den November genommen habe. Ganz besonders gefreut habe ich mich auf "Drachenkaiser" von Markus Heitz, der mich auch diesmal nicht enttäuscht hat.

Die Wahl des Monatshighlight ist mir ziemlich leicht gefallen, da mir "Alterra" einfach am besten gefallen hat. "Drachenkaiser" wäre zwar auch Anwärter auf diesen Thron, aber "Alterra" hat mich ein Stück weit mehr fasziniert."

______________________________________________________________Neue Bücher im Oktober:

1. Christoph Hardebusch – Die Werwölfe (Hugendubel)
2. Markus Heitz – Drachenkaiser (Saubereingeschenkt, Neu)
3. Ulrike Schweikert – Pyras (TT, neu)
4. Kim Harrison – Blutnacht (Amazon, neu)_____________________________________________________________ Mein SUB: 7 Bücher I Neu angeschafft/geschenkt bekommen: 4 Bücher I Gelesene Seiten: 1922 I Seiten pro Tag: ~ 64

Montag, 2. November 2009

Gewinnspiel bei gratis-butler.de

Mitmachen kostet nichts, also dann mal los.

250€ Otto Gutschein gewinnen + 5€ Amazon Gutschein garantiert

Wenn man bei diesem Gewinnspiel mitmacht, erhält man garantiert einen 5 Euro Amazon-Gutschein und den kann ich als Leseratte natürlich gut gebrauchen.

Alles was ich dafür tun muss, ist einen kleinen Beitrag mit mindestens 100 Wörter zu der Seite gratis-butler-de zu schreiben, was ich hiermit tue.

Doch der Amazon-Gutschein ist noch nicht alles, was es zu gewinnen gibt. Gratis-Butler verlost unter allen Teilnehmern (es müssen allerdings mindestens 25 sein, also macht mit!!!) noch 3x einen 250 Euro Gutschien für Otto.

Folgende Regeln gibt es noch zu beachten, wenn ihr mitmachen wollt:

-Dein(e) Webseite/Blog muss bei Google zu finden (indiziert) sein
- Setze einen Link zu einem gratis-butler Gutschein Deiner Wahl (Bsp: Otto
Gutschein)
- Der Beitrag muss dauerhaft bestehen bleiben
- Die Webseite muss regelmäßig aktualisiert werden und mind. 3 Monate alt sein
- Pro Webseite/Blog/Person gibt es nur einen Gutschein
- Spam-Beiträge in Foren, Communities & myspace Seiten zählen nicht
- Einsendeschluss ist der 31.12.2009

Mitmachen lohnt sich, ebenso wie ein Blick auf diese Seite, die noch viele andere Gutscheine u. a. von Otte, Audible, Neckermann, Buch.de... zu bieten hat.

Samstag, 31. Oktober 2009

Der Kruzifix-Killer - Chris Carter

Der Kruzifix-Killer (Originaltitel: The Crucifix Killer, 2009)
Chris Carter, Juni 2009
Ullstein; ISBN: 3548281095
Seiten: 480


Durch vorablesen.de bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Allerdings habe ich mich nicht um eines von 100 Leseexemplaren beworben, da ich keinen Leseeindruck verfasst habe. Aber "Der Kruzifix-Killer" ist mir immer im Kopf rumgegeistert und so habe ich mich dann entscheiden bei TT zwei Tickets dafür einzusetzen. Von Chris Carter habe ich bisher noch kein Buch gelesen, im Original heißt das Buch übrigens "The Crucifix Killer.


Über den Autor:

Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre im Psychologenteam der Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Gegenwärtig lebt Chris Carter in London.


Klappentext:

Er kennt keine Gnade. Er tötet grausam.Und er ist teuflisch intelligent. Los Angeles: Die Leiche einer wunderschönen Frau wird gefunden, zu Tode gequält und bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz, ein Teufelsmal: das Erkennungszeichen eines hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und er ist Hunter immer einen Schritt voraus - denn er kennt ihn gut. Zu gut.


Auglia's Rezension:

"Der Kruzifix-Killer" ist endlich wieder ein Krimi nach meinem Geschmack. Vor drei bis vier Jahren habe ich eigentlich nur Krimis und Thriller gelesen, doch dann konnte mich kein derartiges Buch mehr begeistern. Bei diesem Buch war es jedoch anders: "Der Kruzifix-Killer" ist von Anfang an spannend und das hält auch bis zum Schluss. Der Leser hat keine ruhige Minute, keine Verschnaufpause und steht, wie Robert Hunter auch, ständig unter Strom. Die kurzen Kapitel tragen dazu auch bei, denn so denkt sich der Leser: "Ach, das eine Kapitel geht schon noch" und ehe man sich versieht, hat man das halbe Buch ausgelesen.

Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und mitreißend, wenn auch schnörkellos und direkt. Teilweise allerdings beschreibt der Autor brutale Szenen bis ins Detail, was mir nicht so besonders gefallen hat. Weniger wäre da wohl mehr gewesen, für Zartbesaitete ist dieses Buch nur bedingt geeignet.

Für den Anfang hat sich der Autor etwas Besonders ausgedacht: Der Kruzifix-Killer ruft Hunter an, der Leser weiß aber noch nicht wirklich genau, um was es dabei eigentlich geht. Er wird unvermittelt ins Geschehen geworfen. Dann bricht dieser Handlungsstrang, der schon Einiges vorausnimmt, was mir nicht so gut gefallen hat, abrupt ab. Und es wird der Beginn der Morde geschildert. Der erste Handlunggstrang wird dann im Laufe des Buch wieder aufgegriffen. Zur Spannung trägt diese Technik aber schon bei, da der Leser immer darauf wartet, wann denn nun dieser Handlungsstrang in die gesamte Geschichte passt.

Die Charaktere werden sehr detailliert geschildert, von fast jeder Person gibt es einen kurzen Abriss der persönlichen Geschichte. Man merkt, dass der Autor sehr viel Wert auf seine Charaktere liegt. Im Vordergrund steht auch die sich entwickelnde Beziehung zwischen Hunter und Garcia. Anfangs will Hunter nicht wirklich mit Garcia, den er immer "Grünschabel" nennt, zusammenarbeiten und sie verstehen sich eigentlich gar nicht. Doch daraus wird später mehr, eine Männerfreundschaft, die durch Höhen und Tiefen geht.

Allerdings ist die Idee, die hinter dem Buch steht, nicht neu, teilweise erinnert sich schon sehr an die SAW-Filme. Was mir aber gut gefallen hat, ist, dass man sehr viel über Hunters Vergangenheit und vergangene Kruzifix-Morde erfährt. Es ist sehr real dargestellt, sodass man es dem Autor abnimmt, es wirkt einfach glaubhaft. Hunter als Person ist mir allerdings doch etwas zu perfekt, er ist der "Held", ist hochbegabt, gut aussehend, durchtrainiert, schläft aber kaum, trinkt und arbeitet sehr viel.

Teilweise sind die Handlungen von Hunter für den Leser einfach nicht nachzuvollziehen und ich hätte mir mehr Erklärungen gewünscht, wenn der Autor schon so viel Wert auf seine Charaktere liegt. Die Auflösung des Falles hat mir aber wieder gut gefallen, sie war weder zu kurz noch zu lang, was für die Spannung sehr förderlich war.

Ständig habe ich mich bei Lesen gefragt, wie es weitergeht. Einmal begonnen, konnte ich mit dem Buch einfach nicht mehr aufhören, es war wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen. Vor allem am Ende schafft es der Autor eine enorme Spannung aufzubauen, die in einem Showdown enden.

Positiv muss ich dem Autor anrechen, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wer der Mörder ist. Die Personen werden so dargestellt, dass kein Verdacht auf sie entsteht. Ganz ehrlich: Über den Mörder war ich wirklich überrascht, das hätte ich mir so nicht gedacht. Genau dieser Aspekt, dass der Leser den Mörder bis zum Ende nicht herausfindet, macht für mich einen guten Krimi aus.

"Der Kruzifix-Killer" wird sicherlich nicht der letzte Roman von Chris Carter für mich. Wenn wieder ein Roman von ihm erscheint, werde ich ihn auf jeden Fall lesen.

Fazit: "Der Kruzifix-Killer" ist ein solider Krimi mit kleinen Schwächen, der viele Krimi-Leser und -Leserinnen begeistern kann und wird.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

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