Mittwoch, 31. Dezember 2008

Lesestatistik im Dezember

Folgende Bücher habe ich im Dezember gelesen:


André Wiesler; Wolfsfluch; 1 MONATSHIGHLIGHT

Markus Heitz; Vampire! Vampire!; 2,5

Sarah Baines; Die Spur der Wölfin; 3

Rachel Caine; Glass Houses; 1,5

Rachel Caine; The Dead Girl’s Dance; 1,5

Kresley Cole; Nacht des Begehrens; 3,5

Achim Wohlgethan; Endstation Kabul; 2

Stefan Mani; Das Schiff; 2

Fran Henz; Die Hexe und der General; 1 MONATSHIGHLIGHT


Ich habe es doch tatsächlich geschafft, dass ich das Monat mit einem Highlight beginne und auch mit einem Highlight abrunde. Ansonsten war es guter Lesemonat. Ich habe eine neue Reihe, die "Morganville Vampires", entdeckt und mich auch gleichzeitig wieder auf mein Facharbeitsthema eingestimmt.

"Nacht der Geister" nehme ich mit ins neue Jahr. Die Auswertung des ganzen Jahres erfolgt demnächst.

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Mein SUB: 17 Bücher I Neu angeschafft/geschenkt bekommen: 8 Bücher I Gelesene Seiten: 3041 I Seiten pro Tag: ~98

TRND-Projekt G Data Internet Security 2009

Heute möchte ich euch noch etwas über das neue Projekt von TRND erzählen. Es handelt sich dabei um den Test der neuen G Data Internet Security 2009. 5 000 TRND-Partner/innen dürfen diese Virensoftware testen und ich bin eine von ihnen.


Hier ist der Text von TRND:

"Die Bedrohung durch Computerviren steigt von Monat zu Monat. In diesem Projekt könnt Ihr etwas für die Sicherheit Eures PCs machen: wir testen die G DATA InternetSecurity 2009, der Rekord-Testsieger im Virenschutz."




Und was habe ich zum Projekt-Start bekommen:
  • 1x G DATA InternetSecurity 2009 Software-Paket, Vollversion.
  • 1x Marktforschungs-Unterlagen zum Befragen Deiner Freunde, Bekannten und Verwandten.
  • Zum Weitergeben an Freunde: 10 CDs mit einer 180-Tage-Testversion von G DATA InternetSecurity 2009.
  • 20 Info-Broschüren.

Ich werde demnächst einen dieser Marktforschungsbögen einscannen, online stellen und würde mich dann freuen, wenn ihr mir Antworten zukommen lassen würdert.

Der Link zum Projekt: http://g-data.trnd.com/

und wer interessiert an einem Projektfahrplan ist, der klicke hier: http://www.trndload.com/gdata/projektfahrplan_gdata.pdf

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Zum Abschluss noch der Satz zum Weitererzählen.

G DATA InternetSecurity, Generation 2009:

Die weltweit höchste Virenerkennungsrate – jetzt 5 mal schneller.

Ob das stimmt, teste ich gerade

Die Hexe und der General - Fran Henz

Die Hexe und der General
Fran Henz, September 2007
Ullstein Verlag, ISBN: 354826686X
Seiten: 365

Das Buch "Die Hexe und der General" habe ich mir nicht selbst gekauft, sondern von vorablesen.de geschenkt bekommen. Wie kam es dazu? Ich hatte das Glück und gehörte zu den Fleißbienen, was Rezenionspunkte bei vorablesen.de betrifft, und so habe ich einen ganzen Schwung Bücher geschenkt bekommen. "Die Hexe und der General" ist ein Buch von denen, die ich auf diese Weise erhalten habe.


Inhalt:

Die gutmütige Tina, die ihre magischen Fähigkeiten nicht ganz im Griff hat, reist mit ihrer Freundin Alexa nach Schanghai, denn die hat sich dort in den Sohn einer Reederfamilie verliebt. Als Tina den Bruder von Alexas Freund trifft, bemerkt sie sofort, dass mit Greg etwas nicht stimmt. Greg seinerseits entdeckt, dass Tina eine Hexe ist. Er beschließt, mit ihrer Hilfe seinen Plan zu verwirklichen: Er möchte durch die Zeit reisen, um herauszufinden, wer ihn vor mehr als 300 Jahren getötet hat. Kurzerhand entführt er Tina ins China des 17. Jahrhunderts.
Dort ist Greg wieder Tang Yun Long, ein kahl geschorener General der kaiserlichen Armee, ein rechthaberischer, befehlsgewohnter Krieger, der seine Ziele kompromisslos verfolgt. Aber dennoch fühlt sich Tina irgendwie zu ihm hingezogen. Er hat noch eine Rechnung zu begleichen, nämlich mit derjenigen Personen, die ihn damals umgebracht hat. Doch da gibt es noch dieses Gerücht über Hexen und Sex, das verhindern könnte, dass sie jemals wieder zurück in die Gegenwart gelangen...


Über die Autorin:

Fran Henz lebt in Wien. Sie spricht mehrere Sprachen und erlag schon früh der Faszination des Schreibens. Ihr Interesse für Völkerkunde und die Mythologien fremder Länder spiegelt sich auch in ihrem schriftstellerischen Schaffen wider. Inspiration holt sie sich bei Reisen und beim Stöbern in verstaubten Geschichtsbüchern. Nach zahlreichen kurzen Prosatexten ist "Die Hexe und der General" ihr erster Roman


Meine Meinung:

Der Titel "Die Hexe und der General" passt hervorragend zum Buch, den schließlich sind die Hauptdarsteller der General Tang Yun Long und die Hexe Tina Misoni. Im ganzen Buch nehmen sie die Hauptrolle ein, Alexa und Phil spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Gegen Ende des Buches müsste man den Titel allerdings ändern, inwiefern, werde ich aber nicht verraten.

Das Cover zeigt ein asiatisches Haus bei Nacht. Es brennen viele Lichter und an einem Baum hängen viele Lampions. Durch dieses Cover fühlt man sich gleich an den Ort versetzt, der dem ganzen Buch als Schauspiel dient: Das China des 17. Jahrhunderts bzw. das China der Gegenwart. Es könnte natürlich auch das Haus von Tang sein, in dem er gelebt hat, bevor er getötet wurde. Aber ob es in China im 17. Jahrhundert bereits solche Häuser gegeben hat, weiß ich nicht. Zumal die Außenbeleuchtung den Eindruck erweckt, als sei sie elektrische betrieben.

Von der ersten Seite hat mich das Buch in den Bann gezogen und ich verfolgte gespannt die Reise der beiden Helden, die ein Verbrechen aufklären wollen, das sich vor über 300 Jahren ereignet hat. Die Schauplätze, die sie auf ihrer Reise besuchen, besitzen einen gewissen exotischen Flair und haben mir sehr gut gefallen. Zu erwähnen sei z. B. Tangs Haus bzw. Tienkan. Die Autorin hat es geschafft bei mir den Eindruck zu erwecken als wäre man mitten im China des 17. Jahrhunderts. Sie beschreibt die Häuser mit ihren Einrichtungen der damaligen Zeit, die teilweise karge Umgebung, in der die Menschen leben, wie auch die Menschen an sich und ihre Traditionen sehr genau. Auch die asiatische Philosophie bringt sie dem Leser ein Stück näher.

Tina war mir von Anfang an sympathisch, denn ist wie ein normaler Mensch mit Stärken und Schwächen. Sie wird nicht als Übermensch gezeichnet und wirkt daher auch glaubhaft. Über Alexa und Phil kann ich nur wenig sagen, da ihre Rolle im Buch nicht so wichtig war, wie die von Tina und Greg/Tang und deshalb wurde diese beiden auch nicht detailliert dargestellt.
Greg war mir anfangs doch etwas unsympathisch, aber als man mehr über seine Vergangenheit erfährt und wer er wirklich ist, versteht man, wieso er manchmal etwas "komisch" handelt.
Tina und Tang erleben auf ihrer Reise durch das China des 17. Jahrunderts allerhand, nicht nur Positives, denn das Leben zu der Zeit war für manche alles andere als leicht. Dennoch schafft es die Autorin immer wieder ein bisschen Situationskomik einzubauen, zu erwähnen wären z. B. die bissigen Bemerkungen Tina Tang gegenüber, aber Tang zeigt des öfteren seinen trockenen Humor.

Es gibt auch spannende Szenen im Buch z. B. als Tina versucht einem kleinen Mädchen, das eigentlich schon dem Tode geweiht ist, weil es ein Mädchen ist, das Leben zu retten. Wie sie es macht, ist schon erstaunlich. Aber das müsst ihr selbst lesen. Tina hilft einer Frau ihr Kind auf die Welt zu bringen, weil sie "gesehen" hat, dass die Mutter dabei stirbt und versucht nun alles Erdenklich das Leben der beiden zu retten. Da musste ich doch das ein oder andere Mal den Atem anhalten.

Als ich auf dem Klappentext gelesen habe "Eine turbulente Liebesgeschichte mit ungeahnten Folgen", war ich doch etwas verunsichert, denn eigentlich bin ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten. In diesem Buch steht die Liebesgeschichte, wie ich glücklicherweise feststellen konnte, nicht derart im Mittelpunkt, gegen vielleicht etwas mehr. Aber die Autorin hat es geschafft diese Liebesgeschichte so zu beschreiben, dass es nicht aufdringlich und übertrieben, wie das in manch anderen Romanen der Fall ist, wirkt. Ich muss zugeben, dass mir diese Liebesgeschichte richtig gut gefallen hat.

Das Buch ist ein Mix aus einem Zeitreise-Romam, einem historischen Roman, einer Liebesgeschichte, einem Fantasy-Roman und das ganze ist dann noch gespickt mit Humor. Sprich, es ist für jeden Leser etwas dabei. Ich könnte mir vorstellen, dass auch Leser, die historische Romane bevorzugen, auf ihre Kosten kommen bzw. auch Fantasy Leser. Die Autorin vereint diese verschiedenen Genres und es ensteht ein stimmiger Mix, der den Leser nicht mehr loslässt.

Fazit: "Die Hexe und der General" ist ein Geheimtipp, denn ich Lesern aller Genres ans Herz lege, so könnt ihr in verschiedene Gattungen"hineinschnuppern" und werdet eventuell genauso in den Bann gezogen, wie ich es wurde.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Punkten.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Aktueller SUB

Mein aktueller SUB; sortiert nach Datum, wann ins Regal gewandert:
  1. Halfway to the Grave - Jeaniene Frost
  2. One Foot in the Grave - Jeaniene Frost
  3. Nacht der Geister - Kelley Armstrong
  4. Happy Bissday - Charlaine Harris ...
  5. Stille Post in Kleinöd - Katharina Gerwens
  6. Die Gurkenflieger - Katharina Gerwens
  7. Das Winterschloss - Marianne Hacker
  8. Midnight Alley - Rachel Caine
  9. Feast of Fools - Raichel Caine
  10. Königsberger Dämonen - Michael Gregorio
  11. The Boy in the striped Pajamas - John Boyne
  12. Blutportale - Markus Heitz
  13. Der Duft - Karl Oslberg
  14. Kritik der mörderischen Vernunft - Jens Johler
  15. Meister der Stürme - Pierre Bottero
  16. Lycana - Ulrike Schweikert
  17. Blutpakt - Kim Harrison
  18. Kitty and the Midnight Hour - Carrie Vaughn

+ Vor mir der Tag und hinter mir die Nacht - Jakob Hein (WB)

Das Schiff - Stefán Máni

Das Schiff (Originaltitel: Skipio, 2006)
Stefán Máni, Januar 2009 (übersetzt von Tina Flecken)
Ullstein Verlag, ISBN: 3550087403
Seiten: 412

Ich hatte wieder Glück bei vorablesen.de und durfte so das Buch "Das Schiff" vorablesen. Ich freue mich riesig, auch wenn die Leseprobe mich nicht gerade vom Hocker gerissen hat. Der Autor war mir bisher unbekannt, "Das Schiff" war nun mein erstes Buch von ihm. Wie es scheint wurde von ihm bisher kein anderes Buch übersetzt.


Inhalt:

Eine Irrfahrt von Island nach Südamerika. Neun Männer, auf denen die Vergangenheit lastet, sind leichte Opfer des Bösen. Das Schiff ist den Elementen ausgeliefert und für die Besatzung beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. In seinem dramatischen Roman erzählt Stefán Máni vom Wesen des Menschen in einer klaustrophobischen Welt. Tiefe Sturmwolken hängen über der Stadt, als die Per se den Hafen von Grundartangi verlässt. Kapitän, Steuermann, ein Koch und sechs weitere Männer gehen auf lange Fahrt nach Surinam. Jeder von ihnen hat etwas zu verbergen, alle sind Getriebene. Schon bald vergiften Feindseligkeiten und Drohungen die Atmosphäre. Gerüchte um eine bevorstehende Meuterei verdichten sich. Auf dem Höhepunkt des Sturms bricht die Verbindung zum Festland ab und der Schiffsmotor wird zerstört. Da entern Seeräuber das Schiff und zwingen die Männer, ein letztes Mal zusammenzustehen. Doch Surinam ist noch weit, es zu erreichen längst utopisch geworden. Wie wird es weitergehen mit der Crew? Werden sie Surinam erreichen?


Über den Autor:

Stefán Máni wurde 1970 in Reykjavík geboren. Aufgewachsen ist er in Ólafsvík in West Island. Bevor er mit dem Schreiben begann, arbeitete er als Gärtner, Tischler und Buchbinder, in der Fischindustrie und auch als Sozialarbeiter mit Jugendlichen und in psychiatrischen Kliniken. Das Schiff ist sein siebter Roman.


Meine Meinung:

Der Titel "Das Schiff" spiegelt hervorragend den Inhalt wider. Anfangs wird zwar nur von der bevorstehenden Schifffahrt erzählt, aber der Rest des Buches spielt auf dem Schiff "Per Se". Dieses Schiff ist somit der Schauplatz des Geschehens und in gewisser Weise besiegelt es auch das Schicksal der Seemänner.

Das Cover zeigt eine stürmische Bucht, in der der Wellengang sehr unruhig ist. Die Atmosphäre wirkt daher alles andere beruhigend und idyllisch. Einzig der Leuchtturm auf dem Berg vermittelt den Eindruck einer idyllischen Bucht. Normalerweise hat man, wenn man sich eine Bucht denkt, einen idyllischen Ort vor Augen. Das Cover spiegelt quasi schon die Atmosphäre des ganzen Buches wider: unruhig, beklemmend, düster und unheimlich.

Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich positiv überrascht worden bin von dem Buch. Nach der mäßigen Leseprobe, die auch entsprechend bewertet habe, hatte ich nicht erwartet, dass mich das Buch derart in den Bann ziehen könnte.

Anfangs ist das Buch eher weniger spannend, die Personen werden eingeführt. Aber nicht einfach so, man erhält aus den verschiedenen Perspektiven der Personen Eindrücke, z. B. wie sie leben, was sie tun und was sie zu verbergen haben. Diese verschiedenen Perspektiven werden im ganzen Buch beibehalten, d. h. es passiert, dass man ein und dieselbe Szene öfters miterlebt, aber mit den Augen der verschiedenen Protagonisten.

Die Art und Weise, wie das Buch geschrieben ist, gefällt mir zum Teil sehr gut. Der Autor verwendet Vergleiche und andere Stilmittel und schafft es dadurch die jeweilgen Situationen bis ins Detail zu beschreiben. Doch andererseits verwendet er auch Kraftausdrücke und Umgangssprache, was aber auch verständlich ist, denn er gebraucht sie dann, wenn Satan bzw. die Seemänner direkt miteinander reden. Manchmal hat mich das aber doch sehr gestört, weil es einfach nicht zur restlichen Sprache passt.
Durch diese Sprache schafft er es auch eine beklemmende, unheimliche und düstere Atmosphäre zu erzeugen, die das ganze Buch über erhalten bleibt. Diese Atmosphäre hat wohl seinen Teil dazu beigetragen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Die Atmosphäre wird auch durch Folgendes immer bestärkt:

Bumm, bumm, bumm...


Diese drei Wörter sind allgegenwärtig im Buch und spiegeln das Schlagen der Wellen an das Schiff wider. Dadurch fühlt man sich noch mehr auf das Schiff versetzt und in diese klaustrophobisch anmutende Situation. Vermutlich hätte sich dieser Eindruck noch verstärkt, wenn man das Buch wirklich auf einem Schiff gelesen hätte...

Der Autor macht zu Beginn des Buches bereits Andeutungen, so etwa der Satz :" Kein Glück ist unendlich, doch das Böse währt bis in alle Ewigkeit..." Für mich war dieser Satz schon ein Anhaltspunkt für die Vorkommnisse, die später noch stattfinden sollen, und diese werden wohl nicht glücklich enden. Die größte Andeutung, die er aber macht ist der Abschnitt vor dem ersten Kapitel, in dem er ein Schiff beschreibt, das im Eismeer gefangen ist. Der letzte Satz dieses Abschnitts hat mich aber ein wenig verwirrt: " Was ewig schläft, ist nicht tot..." Was ist damit gemeint?

Für zartbesaitete Gemüter würde ich das Buch nicht empfehlen, da es teilweise doch etwas brutaler zugeht. Vor allem, wenn ich an die Ermordung einzelner Personen denke, die dann doch etwas zu genau geschildert wird.

Etwas Negatives muss ich aber dennoch erwähnen: Das Buch hätte ruhig um gute 50 Seiten kürzer sein können, da in der Mitte doch für meinen Geschmack etwas zu viel "geschwafelt" wird. An diesen Stellen musste ich mich fast zwingen weiterzulesen.
Auch das Ende ist für mich nicht wirklich befriedigend. Was ist denn nun mit den Seemännern, haben sie überlebt? Darüber wird nichts mehr erwähnt, allein über den Heizer wird berichtet, was aber sehr sonderbar ist. Das Ende bleibt vermutlich zwar so mehr in Erinnerung, aber ein wenig Hoffnung wäre doch wünschbar gewesen.


Fazit: "Das Schiff" ist ein lesenswertes Buch, das den Leser durch die beklemmende Atmosphäre sofort in den Bann zieht und für alle empfehlenswert ist, die gerne düstere Literatur lesen.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Punkten.

Samstag, 27. Dezember 2008

The Dead Girl's Dance - Rachel Caine

The Dead Girl's Dance: The Morganville Vampires, Book II
Rachel Caine
, April 2007
Signet, ISBN: 0451220897
Seiten: 256


"The Dead Girl's Dance" ist der 2. Teil der "Morganville-Vampires"-Serie. Bisher gibt es von der Serie 4 Teile: "Glass Houses", "The Dead Girl's Dance", "Midnight Alley" und "Feast of Fools". Band 5 "Lord of Misrule" erscheint im Januar 2009 und Band 6 "Carpe Corpus" ist ab Juni 2009 erhältlich. In Deutschland erscheint im Januar 2009 der erste Band mit dem Titel "Haus der Vampire - Verfolgt bis aufs Blut". Auf diese Serie bin ich durch eine Freundin einer Büchereule gestoßen, mit der ich diese Reihe bis Band 4 getauscht habe, d. h. Band 3 und 4 warten noch darauf gelesen zu werden.


Inhalt:

Good News, Girls: Your Dates are here!
Claire Danvers has her share of challenges - like being a genius in a school that favor beauty over brains, dealing with homicidal girls in her dorm, and above all, finding out that her college town is overrun with vampires. On the up side, she has a great roommate (who tends to disappear at sunup) and a new boyfriend named Shane...whose vampire-hunting das has called in backup: cycle punks who like the idea of killing just about anything.
Bad News, Girls: They're dead.
Now a fraternity is throwing its annual Dead Girl's Dance and - surprise! - Claire and her equally outcast best friend, Eve, have been invited. When they find out why, all hell is going break loose. Because this time both the living and the dead are coming out - and everybody's hungry for blood.


Über die Autorin:

Rachel Caine gehört zu der neuen Riege erfolgreicher Urban-Fantasy Autoren in Amerika. Neben ihrer beliebten Reihe über die Wetterwetterin Joanne Badwin (original „Wheather Warden“, derzeit 7 Bände) gibt es im amerikanischen Original auch noch die moderne Vampir-Saga „Morganville Vampires“ und den Action-Kracher „Athena Force“. (http://www.fantasyguide.de/5590.0.html)


Meine Meinung:

Der Titel "The Dead Girl's Dance" passt wieder gut zum Buch, denn auf dieser Party eskaliert die ganze Situation und sie ist wohl der Höhepunkt des Buches. Wie es im Klappentext so schön heißt: "and everybody's hungry for blood", das stimmt genau. Ein Blutbad, das hier angerichtet wird und das nicht nur an/von Vampire/n.

Das Cover ist wieder in blau/schwar gehalten und zeigt eine Frau in kurzem Rock mit einer Kreuzkette und roten Haaren. Das Gesicht ist nicht zu sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es Claire ist, wobei ich mich nicht erinnern kann, dass sie rote Haare hat. Aber als Eve und Claire sich auf den "Dead Girl's Dance" vorbereiten, verkleidet Eve Claire als Gothic-Mädchen. Ebenfalls zu sehen, am linken und rechten Rand, sind Männer auf Motorrädern, vermutlich handelt es sich um Shanes Vater und seine Bikerbande. Erwähnt wird auch, dass es sich um den 2. Band der Reihe handelt. Dieses Mal ist der Buchrücken in schwarz gehalten, wie bei den übrigen Bänden.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Allein schon am Klappentext erkennt man, dass wieder allerhand Action geboten ist. Angefangen, dass Claire fast getötet, fast wieder getötet, fast vergewaltigt und fast getötet wurde. Bis hin zu Shanes Vater und seinen Bikerkollegen, die Jagd auf Vampire machen. Als dann auch noch Brandon, ein doch wichtiger Vampir, umgebracht wurde, wird Shane verdächtigt und das Todesurteil über ihn verhängt. Aber das ist noch nicht alles: Michael, wird von Shanes Vater und den Bikern umgebracht. Können Claire und Eve beweisen, dass Shane unschuldig ist und was ist mit Michael, kommt er wieder zurück? Aber das müsst ihr schon selbst lesen. Spannung ist auf jeden Fall in diesem Buch vorhanden, was man auch daran gesehen hat, dass ich es, wenn ich darin gelesen habe, nicht aus der Hand geben konnte. Dieser zweite Band hat ein schnelleres Tempo und ist auch actionreicher als der erste Band "Glass Houses".

Auch die Personen werden mir immer sympathischer: Man erfährt viel über Shanes Vergangenheit, über seine Familie, seinen Vater und wieso er so versessen darauf ist, Vampire zu töten. Claire macht eine Entwicklung durch: Sie ist nicht mehr so naiv und wirkt teilweise schon erwachsener. Auch über Michaels Vergangenheit wird berichtet und man erfährt, dass sein Großvater noch lebt, allerdings freut Michael das nicht so sehr, wie man denkt.

Interessant war es mehr über die Vampire in Morganville zu erfahren. Amelie und Oliver, zwei wichtige Vampire, werden vorgestellt und ihre Beweggründe, warum sie so handeln wie sie handeln. Amelie scheint noch umgänglicher zu sein als der Rest der Vampire in Morganville, Sam und noch jemand, dessen Namen ich nicht verrate, ausgenommen natürlich. Oliver ist nicht der, der er scheint zu sein. Mehr kann ich leider nicht verraten, sonst wäre die Spannung im Buch dahin. Man erfährt u. a. auch warum manche Vampire im Tageslicht gehen können und wie die Hierarchie innerhalb der Vampire ist.

Einen halben Punkt Abzug muss ich aber leider wieder geben, da auch der 2. Teil mit einem Cilffhanger endet, zwar nicht mit einem derartigen wie im ersten Buch, aber doch nicht besonders zufriedenstellend für mich. Dies scheint eine schlechte Angewohnheit der Autorin zu sein.

Was noch zu erwähnen wäre, was aber eigentlich sowieso logisch ist, ist, dass der 2. Teil direkt an den 1. Teil anschließt. Es ist also von Vorteil, da der 1. Teil mit einem dramatischen Cliffhanger endet, sich gleich den 2. Teil zu beschaffen.

Positiv ist natürlich auch, dass man die Charaktere schon etwas kennt und sich daher auch mehr auf die Story konzentrieren kann. Man fühlt sich schon ein wenig zu Hause in Morganville und weiß über die Gepfolgenheiten und sonderbaren Vorgängen Bescheid.

Die Romantik-Fans kommen auch auf ihre Kosten, aber dieser Teil der Geschichte spielt eher im Hintergrund, was mir natürlich besser gefällt als das sonstige Kitsch- und Schnulzengehabe.

Am Ende dieses Buches, wie auch im Vorgänger, kann man einen Auszug aus dem Tagebuch von Eve lesen, wobei angegeben wird, dass diese Tagebuchauszüge Teil des nächsten Buches seien. Ich würde eher sagen, dass diese Tagebucheinträge den Inhalt der jeweiligen Bücher zusammenfassen. Aber nichtsdestotrotz sind sie interessant zu lesen.

Erster Satz: "It didn't happen, Claire told herself. It's a bad dream, just another bad dream. You'll wake up and it'll be gone like fog..."

Letzter Satz: "Claire opened the drawer and found a pen." Was wird sie wohl unterschreiben?

Fazit: Wem der erste Band gefallen hat, der wird vom zweiten sicherlich auch nicht enttäuscht werden.

Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Punkten.

Freitag, 26. Dezember 2008

Test

Endstation Kabul - Achim Wohlgethan

Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht
Achim Wohlgethan, Januar 2008
Econ Verlag, ISBN: 3430200431
Seiten: 304



Im Zuge meiner Facharbeit bin ich auf dieses Buch gestoßen, ich habe es allerdings nicht gekauft, da ich in erster Linie Fakten brauchte und nicht persönliche Eindrücke von Soldaten. Interessiert hat mich das Buch schon, aber nur mich persönlich, für meine Facharbeit war es nicht relevant. Bei Tauschticket hat es schließlich eine nette Person wandern lassen und da konnte ich natürlich nicht Nein sagen und so hat das Buch nun seinen Weg zu mir gefunden.


Inhalt:

Afghanistan ist eine tickende Zeitbombe für die über 3000 dort stationierten deutschen Soldaten. Weil es keine Evakuierungsmöglichkeiten gibt, die Ausrüstung mangelhaft ist und die Führung sich mehr um ein gutes Image als um die Sicherheit ihrer Truppe sorgt, geraten Soldaten unnötig in Lebensgefahr. In seinem packenden Tatsachenbericht schildert der Fallschirmjäger Achim Wohlgethan seinen Einsatz in Kabul. Er lässt uns hinter die Kulissen der Bundeswehr blicken und rückt damit die Diskussion um den Afghanistan-Einsatz in ein völlig neues Licht.

Der Verlag über das Buch: Wie fühlt es sich an, als deutscher Soldat in den Straßen von Kabul zu patrouillieren? Wie reagiert man, wenn plötzlich ein Kind mit einer Waffe vor einem steht? Und wie geht man als Soldat mit der ständigen Bedrohung um? In „Endstation Kabul“ erzählt der Fallschirmjäger Achim Wohlgethan lebendig und kenntnisreich von seinem gefährlichen Alltag als deutscher Soldat in Kabul. Mit seinem Insiderbericht bringt er uns nicht nur Land und Leute, sondern auch die Probleme der deutschen Armee und der internationalen Afghanistan-Politik nahe. Er nimmt uns mit in armselige Krankenhäuser, gefüllte Waffenlager und idyllische Bergdörfer, die von Warlords verwaltet werden. Er erzählt von seiner Hilfe für einen abgeschobenen Jungen aus Frankfurt und von seinen gefährlichen Operationen, die er für geheime Dienste und mit einer niederländischen Spezialeinheit durchführte, wodurch er mehr als einmal Auge in Auge mit afghanischen Kämpfern stand. Eindrücklich schildert er, dass die Bundeswehr die Gefährlichkeit ihrer Mission bewusst herunterspielt, sich mehr um ein gutes Image als um die Sicherheit ihrer Truppe sorgt und die Soldaten oft moralisch, politisch und juristisch im Stich gelassen werden. Mit seinem Erfahrungsbericht gewährt Achim Wohlgethan erstmals einen ungeschönten Blick auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und liefert politisch brisante Fakten, die die Diskussion um diesen Einsatz anheizen werden. Ein packendes und längst fälliges Buch.


Über den Autor:

Achim Wohlgethan kam nach einer privaten Ausbildung zum Berufshubschrauberpiloten 1995 als Zeitsoldat zu einem Fallschirmjägerbataillon nach Oldenburg. Nach seinem ersten Afghanistan-Einsatz wurde er Angehöriger eines Fallschirmjäger-Spezialzuges der "Division Spezielle Operationen" der Bundeswehr. Nach seinem Dienstzeitende arbeitete er weltweit als selbständiger Sicherheitsberater und lebt heute als Autor in Wolfsburg.


Meine Meinung:

Der Titel "Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht" passt zu dem Buch, da er den Inhalt kurz und bündig präsentiert. Man weiß, dass es um einen deutschen Soldaten geht, der selbst in Afghanistan war und nun in diesem Buch davon berichtet.

Das Cover zeigt den Autor des Buches, Achim Wohlgethan in Bundeswehrkluft auf einem Berg sitzend in Afghanistan. Ebenfalls zu erkennen ist die Stadt Kabul. Das Cover zeigt wohl eine typische afghanische "Landschaft". Ein bisschen dick aufgetragen find ich den Vermerk "TOP SECRET", denn dieser vermittelt mir keine Glaubwürdigkeit, sondern einfach nur Eindruck-schinden-wollen und ist doch sehr übertrieben. Wenn das Buch bzw. der Inhalt TOP-SECRET wären, würde man davon nichts erfahren.

Insgesamt gesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es liest sich sehr flüssig, teilweise ist sogar richtig Action geboten, und es wird nie langweilig. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Was noch zu erwähnen wäre, ich habe zu dem Thema, genauer gesagt über den Auslandseinsatz in Afghanistan, eine Facharbeit beschrieben, d. h. ich bin mit dem Thema vertraut. Natürlich nicht derart wie Soldaten, die selbst in Afghanistan waren. Mein Vater jedoch war Soldat (mittlerweile ist er Pensionär) und zwei Mal im Auslandseinsatz und hat auch Kameraden, die von den Einsätzen erzählen.

Was mir bei den Amazon Rezensionen aufgefallen ist, ist die Gespaltenheit der Leser. Es scheint fast so, als ob Angehörige der Bundeswehr, die höhere Positionen einnehmen, das Buch verteufeln und als unwahr abstempeln. Ist nur eine Vermutung, wie gesagt. Irgendwas muss aber an dem Buch dran sein, denn ganz so unwahr kann es nicht sein. Ich denke zwar auch, dass teilweise Sachen für das Buch "geschönt" (nicht im positiven Sinne) wurden, aber dass doch auch eine gewisse Wahrheit dahinter steckt.

Ein wenig unglaubhaft fand ich z. B. die Tatsache, dass Herr Wohlgethan, als er gerade in Kabul angekommen war, von einem Freund einen tollen Posten arrangiert bekommen hat. Gut, in der Bundeswehr ist so ziemlich alles möglich, aber diese Tatsache scheint doch erfunden.

Vielerseits wird die einfache Sprache des Autors kritisiert, aber genau diese macht für mich das Buch glaubhaft. Der Autor beschreibt einfach seine Erinnerungen, die in Tagebuchform in Kabul aufgeschrieben hat. Er versucht nicht großartig Stilmittel etc. einfließen zu lassen, braucht er auch nicht, da er nichts verschönern will. Er schildert einfach nur seine Erlebnisse aus Afghanistan.

Mir hat das Buch trotz der vielen negativen Kritik und wohl hinzugefügten Dingen doch auch etwas gegeben. Nämlich Informationen über den Einsatz, die Schilderung eine völlig anderen Landschaft als in Deutschland, die Menschen in Afghanistan, ihre Umgebung und teilweise auch ihre Lebensart hat der Autor, zumindest für mich, gut rübergebracht.

Gut fand ich auch das Abkürzungsverzeichnis bzw. den Glossar am Ende des Buches. Von meiner Facharbeit her weiß ich, dass die Bundeswehr gerne Abkürzungen verwendet und wer mit diesen nicht jeden Tag zu tun hat, ist dafür sehr dankbar. Auch der Dokumenten-Anhang war sehr interessant, u. a. ist dort auch die Taschenkarte für Soldaten in Afghanistan abgedruckt, die beschreibt, wie sich die Soldaten verhalten müssen.

Sehr hilfreich fand ich die Karten am Anfang und Ende des Buches. Einmal ist ganz Afghanistan abgebildet mit den Standorten der deutschen Bundeswehr. Hinten im Buch befindet sich schließlich die Karte von Kabul, die mir zur Vorstellung enorm geholfen hat.
In der Mitte des Buches befinden sich noch Bilder vom Einsatz in Afghanistan, die den Autor zeigen, aber auch die Landschaft in Afghanistan.

Ich werde wohl beim nächsten Treffen meines Vaters mit ehemaligen Kameraden das Thema ansprechen und fragen, ob jemand das Buch gelesen hat und was er/sie davon hält.
Ich werde mich auch noch um weiteres "Material" umsehen, weil mich das Thema einfach interessiert und um vielleicht dann richtig/er beurteilen zu können. Näher betrachten werde ich dabei u. a. "Kabul, ich komme wieder" von Boris Barschow, "Einsatz am Hindukusch. Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan" von Britta Petersen und eventuell noch "Auslandseinsätze der Bundeswehr" von Andreas M. Rauch.

Eine treffende Rezension, wie ich finde, könnt ihr hier lesen: http://www.amazon.de/review/R1F2AV3S0S8P2G/ref=cm_cr_rdp_perm


Fazit: "Endstation Kabul" ist ein Buch, das man teilweise mit Vorsicht genießen muss, aber es ist dennoch sehr lesenswert, vor allem für diejenigen, die das Thema Auslandseinsatz der Bundeswehr interessiert.

Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Fröhliche Weihnachten

Da schließlich heute Weihnachten ist wünsche euch allen auch fröhliche Weihnachten und besinnliche Feiertage...
Lasst euch reich beschenken und entspannt euch ein wenig...


(http://bumlicker.bu.funpic.de/xmas-christbaum.jpg)

Dienstag, 23. Dezember 2008

Große Erleichterung

Prepaid Seit gestern Abend ist meine Facharbeit fertig!!! Prepaid

Ich bin so erleichtert...Prepaid
Falls jemanden das Thema interessiert: "Auslandseinsätze - Neue Herausforderungen für die Bundeswehr, dargestellt am Beispiel Afghanistan"

Heute hab ich sie zum Drucken und Binden gebracht und bin schon gespannt, wie es aussieht wenn's fertig ist. Bilder folgen natürlich dann auch...

Ich könnt vor Freude schreien...Prepaid

Montag, 22. Dezember 2008

Mein aktueller SUB

Dann liste ich mal meinen aktuellen SUB auf:


  1. Blutportale - Markus Heitz
  2. Der Duft - Karl Oslberg
  3. Lycana - Ulrike Schweikert
  4. Kritik der mörderischen Vernunft - Jens Johler
  5. Meister der Strüme - Pierre Bottero
  6. Happy Bissday - Charlaine Harris...
  7. Nacht der Geister - Kelley Armstrong
  8. Stille Post in Kleinöd - Katharina Gerwens
  9. Die Gurkenflieger - Katharina Gerwens
  10. Die Hexe und der General - Fran Henz
  11. Das Winterschloss - Marianne Hacker
  12. Das Schiff - Stefan Mani
  13. Halfway to the Grave - Jeaniene Frost
  14. One Foot in the Grave - Jeaniene Frost
  15. Midnight Alley - Rachel Caine
  16. Feast of Fools - Rachel Caine
  17. The Boy in the Striped Pajamas - John Boyne
  18. Blutpakt - Kim Harrison
  19. Vor mir der Tag und hinter mir die Nacht - Jakob Hein (WB)

Jetzt hab ich wieder genügend Lesestoff *g*

Sonntag, 21. Dezember 2008

Aktion "No Books: 40 Tage und 40 Nächte"bei den Büchereulen

Seit gestern ist die Aktion nun offiziell beendet und ich muss sagen, dass es eigentlich gar nicht so schwer war 40 Tage kein Buch zu kaufen.

Was für mich aber sehr hart war: Ich beobachte bei Ebay immer an die 100 Artikel, meistens alles Bücher, und kaufe dort auch regelmäßig Bücher ein. Aber ich habe es geschafft 40 kein Buch über Ebay zu ersteigern *stolzbin*

Meine Schwester hat mir während der 40 Tage einen Gefallen getan und einen 5 Euro Gutschein von lesen.de für mich eingelöst, d. h. sie hat ihren Gutschein mehr oder weniger mir vermacht. Bestellt hat aber sie ein Buch für mich. Eine wirklich tolle Schwester habe ich, oder was meint ihr? *g* Das Buch, das sie mir bestellt hat: The Boy in the Striped Pajamas - John Boyne

Ich muss aber auch zugeben, dass die 40 Tage für mich auch gut gelegen sind, denn innerhalb der 40 Tage hatte ich Geburtstag und natürlich habe ich auch das eine oder andere Buch bekommen, die da wären:
  • Der Duft - Karl Olsberg
  • Blutportale - Markus Heitz
  • Lycana - Ulrike Schweikert

In der Zwischenzeit habe ich auch ein Buch von mir (Die Henkerstochter - Oliver Pötzsch) gegen ein Buch von vorablesen.de mit einer netten Person getauscht, die ebenfalls bei vorablesen.de aktiv ist. Das Buch, das ich bekommen habe: Meister der Stürme - Pierre Bottero Jetzt fehlt mir dazu nur noch der 1. Teil...

Bei TT konnte ich einfach nicht widerstehen und habe Kritik der mörderischen Vernunft - Jens Johler für 2 Tickets ertauscht.

Mein SUB beträgt zur Zeit wieder 15 Bücher und die müssen jetzt erstmal gelesen werden...
Achja, den könnte ich eigentlich mal aufführen, oder?

Nacht des Begehrens - Kresley Cole

Nacht des Begehrens (Originaltitel: A hunger Like No Other, 2006)
Kresley Cole, September 2008 (übersetzt von Bettina Oder)
Lyx, ISBN: 3802581741
Seiten: 444

Das Buch „Nacht des Begehrens“ wurde mir von einer Büchereule empfohlen, allerdings das englische Original. Der Klappentext klang vielversprechend und als bei Tauschticket im Rahmen des Vampirlesekreises dieses Buch als Wanderbuch angeboten wurde, konnte ich nicht Nein sagen. „Nacht des Begehrens“ heißt im Original „A Hunger Like No Other“ und ist der 1. Teil der „Immortals-After-Dark“-Serie. Im Englischen gibt es bisher fünf Bände: „A Hunger Like No Other“, „No Rest for the Wicked“, Wicked Deeds on a Winter’s Night“, “Dark Needs at Night’s Edge” und “Dark Desires After Dark”. Der sechste Teil “Kiss of a Demon King” erscheint im Februar 2009. Im April 2009 wiederum wird der zweite Teil in Deutschland erhältlich sein, der Titel lautet: „Kuss der Finsternis“.


Inhalt:

Auf den Spuren ihrer verstorbenen Eltern reist die junge Halbvampirin Emmaline durch Europa. In Paris begegnet ihr der gut aussehende, wenn auch reichlich ungehobelte Lachlain MacRieve, der Anführer des schottischen Klans der Lykae. Nach hunderten Jahren der Einsamkeit ist Lachlain fest davon überzeugt, dass Emmaline seine Seelengefährtin ist, obwohl er Vampire eigentlich zutiefst verabscheut. Er entführt sie auf seine Burg in Schottland, um sie zu seiner Geliebten zu machen. Emmaline fühlt sich von Lachlains ungezähmter Leidenschaft abgestoßen und verfällt doch mehr und mehr seiner dunklen Verführungskunst ...

Der Klappentext des englischen Original: After 150 years of hellish torture at the hands of the vampire horde, Lachlain, king of the Lykae (werewolf) clan, escapes his captors. He's disoriented and full of hatred, and yet he finds the mate he's been longing for for 1200 years in a small, delicate vampire. Desperate to find information on her parents, Emmaline Troy, a timid, overprotected half vampire/ half valkyrie, had travelled to Paris away from the protection of her valkyrie aunts for the first time in her young life (she's only 70), but she manages to be kidnapped by a raging Lykae who's tender to her one minute, though-if he is reminded she's a vampire-furious the next...


Über die Autorin:

Die Autorin Kresley Cole hat bereits einige historische Liebesromane mit großem Erfolg veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Mann in einer Bucht im Nordwesten von Florida.


Meine Meinung:

Der Titel“ Nacht des Begehrens“ spiegelt den Inhalt des Buches wider. Denn Begehren findet sich in jeder Situation im Buch, vor allem bei Lachlain. Das Wort Nacht erklärt sich daher, dass Emma, Lachlains Begehrte, eine Halb-Vampirin ist und somit nur nachts aktiv sein kann. Der englische Titel „A Hunger Like No Other“ drückt dasselbe aus, nur, dass hierbei die Nacht nicht explizit erwähnt wird aber das Begehren stärker zum Ausdruck kommt.

Das Cover ist meiner Meinung etwas zu künstlich bzw. übertrieben gestaltet. Die blaue Hintergrundfarbe macht sich gut, der Mond und die Burg, wahrscheinlich Lachlains Burg in Schottland ebenfalls, aber das Paar wirkt doch sehr gekünstelt. Im Nachhinein denke ich mir, dass das Cover viel über den Inhalt aussagt: Das Paar steht im Vordergrund.

Das Buch hat bei Amazon durchweg positive Bewertungen, sowohl die englische wie auch die deutsche Ausgabe. Ich kann mich der Meinung nicht anschließen bzw. ich bin eher negativ überrascht worden.

Deshalb auch gleich zum Negativen:
Das ganze Buch plätschert so dahin, ohne dass wirklich etwas Interessantes passiert. Es gibt wenig Action oder plötzliche Wendungen, erst am Ende des Buches taucht Spannung auf, was wohl daran liegt, dass jetzt nicht mehr so die Beziehung von Lachlain und Emma im Vordergrund steht, sondern die Handlung. Während des ganzen Buches steht die „Liebe“ bzw. wohl eher das Begehren von Lachlain für Emma im Vordergrund, im Zuge dessen kommt es auch zu erotischen, wobei ich schon fast sagen würde pornoartigen, Szenen, die eher in ein erotisches Buch passen und meiner Meinung nach nicht in einen Fantasyroman. Knisternde Momente sind durchaus wünschenswert, wenn sie allerdings immer die Oberhand gewinnen, ist es für mich kein Fantasyroman mehr. Ich kann dem Buch eigentlich kein richtiges Genre zuordnen, mal scheint es, ob das Buch ein Fantasyroman wäre (vor allem am Ende des Buches), mal ein Liebesroman oder doch ein Abendteuerbuch? Doch die meiste Zeit über ähnelt es doch sehr einem erotischen Buch. Ich habe mittlerweile schon derart viele Fantasyromane gelesen, in denen die erotischen Szenen im Vordergrund stehen, sodass ich davon mittlerweile genug habe. Ich will einen Fantasyroman und keine Liebesschnulze. Es gibt genügend Vampir- bzw. Fantasyromane, die ohne Liebesszene auskommen und das Buch trotzdem toll ist.

Des Weiteren stelle ich sehr große Ähnlichkeiten mit der Midnight-Breed Serie von Lara Adrian fest, die ich auch verfolgt habe, aber momentan am Überlegen bin, ob ich sie wirklich weiterlesen soll. Aber das ist ein anderes Thema. Auch bei Kresley Cole werden die Personen, der nächsten Bücher im diesem Buch ein klein wenig eingeführt, so ist z. B. Kaderin die Hauptprotagonistin im nächsten Buch. Auch das Klischee der jungen Frau und des geheimnisvollen Fremden wird in dem Buch äußerst treffend erfüllt, ist aber schon so oft verwendet worden und verliert daher für mich zusehends den Reiz.

Schade fand ich es auch, dass man einfach zu wenig über die Walküren, die Vampire und die Lykae erfährt. Mich hätten Hintergrundinformationen zu ihrer Entstehung etc. interessiert. Lachlain, die Hauptperson ist mir durch das ganze Buch unsympathisch geblieben. Auch durch seine lange Qual wurde er mir nicht zugänglicher. Ich konnte mich einfach nicht für ihn erwärmen. Die Walküren hingegen, mit ihrem sonderbaren Humor, habe ich gleich ins Herz geschlossen.

Es gibt aber nicht nur Negatives an dem Buch, daher hier das Positive:
Der Schreibstil ist trotz der fehlenden Spannung flüssig und so lässt sich das Buch leicht lesen. Dass man etwas über den Hintergrund der Personen, vor allem von Lachlain und Emma erfährt, find ich sehr positiv. So fällt es leichter sich in die Personen hineinzuversetzen und ihre Handlungen besser zu verstehen. Was mir auch noch gefallen hat, ist, dass viele Wesen in dem Buch vorkommen. Über Walküren habe ich z. B. noch nichts gelesen und ich fand diese Wesen interessant dargestellt und würde schon gerne mehr über sie erfahren.


Fazit: Wer Liebesromane mit Fantasy-Touch mag und für den die Handlung eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist mit dem Buch „Nacht des Begehrens“ gut bedient.

Ich vergebe 2,5 von 5 möglichen Punkten.

Samstag, 20. Dezember 2008

Glass Houses - Rachel Caine

Glass Houses: The Morganville Vampires, Book I
Rachel Caine, Oktober 2006
Signet, ISBN: 0451219945
Seiten: 256

"Glass Houses" ist der 1. Teil der "Morganville-Vampires"-Serie. Bisher gibt es von der Serie 4 Teile: "Glass Houses", "The Dead Girl's Dance", "Midnight Alley" und "Feast of Fools". Band 5 "Lord of Misrule erscheint im Januar 2009 und Band 6 "Carpe Corpus" ist ab Juni 2009 erhältlich. In Deutschland erscheint im Januar 2009 der erste Band mit dem Titel "Haus der Vampire - Verfolgt bis aufs Blut". Auf diese Serie bin ich durch eine Freundin einer Büchereule gestoßen, mit der ich diese Reihe bis Band 4 getauscht habe, d. h. Band 2-4 warten noch darauf gelesen zu werden. Bei Band 2 habe ich schon etwa die Hälfte, musste aber unterbrechen, da ein WB ankam, das Vorrang hat.


Inhalt:

From the author of the popular Weather Warden series. Welcome to Morganville, Texas. Just don't stay out after dark. College freshman Claire Danvers has had enough of her nightmarish dorm situation, where the popular girls never let her forget just where she ranks in the school's social scene: somewhere less than zero. When Claire heads off-campus, the imposing old house where she finds a room may not be much better. Her new roommates don't show many signs of life. But they'll have Claire's back when the town's deepest secrets come crawling out, hungry for fresh blood.

Der deutsche Klappentext: Claire ist neu auf dem College in Morganville, und die schöne Monica macht ihr das Leben zur Hölle. So schlimm, dass Claire vom Campus in eine WG in der Stadt zieht. Sie weiß allerdings nicht recht, was sie von ihren Mitbewohnern halten soll. Zwei ziemlich gut aussehende Jungs und ein Gothic Girl. Der eine ist tagsüber nie zu sehen. Und Eve erzählt verrückte Sachen, von Vampiren! So ein Quatsch ?


Über die Autorin:

Rachel Caine gehört zu der neuen Riege erfolgreicher Urban-Fantasy Autoren in Amerika. Neben ihrer beliebten Reihe über die Wetterwetterin Joanne Badwin (original „Wheather Warden“, derzeit 7 Bände) gibt es im amerikanischen Original auch noch die moderne Vampir-Saga „Morganville Vampires“ und den Action-Kracher „Athena Force“. (http://www.fantasyguide.de/5590.0.html)


Meine Meinung:

Der Titel "Glass Houses" passt auf jeden Fall zum Buch, da Claire in das sog. Glass House einzieht. Das Haus heißt deshalb so, da der Besitzer Michael Glass heißt. In diesem Haus spielt auch ein Großteil des 1. Buches und es hat eine wichtige Funktion Michael betreffend, die ich aber nicht verrate.

Das Cover ist in blau/schwarz gehalten nur die Schriften sind weiß/schwarz bzw. der Name der Autorin pink. Abgebildet ist ein weißes Haus, vermutlich das Glass House. Des weiteren kann man eine junge Dame sehen, die etwas bizarr gekleidet ist, es handelt sich vermutlich um Eve. Auf dem Cover wird auch gleich erwähnt, dass es sich um den 1. Teil einer Reihe handelt, was sehr hilfreich erscheint. Auch die anderen Bücher, für die die Autorin eher bekannt ist, werden erwähnt. Mir ist aufgefallen, da ich die nächsten 3 Teile ebenso besitze, dass das Cover und die ganze farbliche Gestaltung dieses Buches von den anderen etwas abweicht. Aber was soll's.

Mir hat das Buch recht gut gefallen. Wobei erwähnenswert ist, dass es nicht vordergrundig um die Vampire von Morganville geht, sie spielen zwar auch eine Rolle im Buch, aber hauptsächlich handelt das Buch von Claire und ihren neuen Freunden Michael, Eve und Shane. Die Vampire in diesem Buch sind auch nicht atemberaubend schön und sinnlich, sie sind eher sehr gefährlich und böse. Morganville wird von ihnen besetzt und jeder, der die Stadt verlässt, vergisst, dass es überhaupt Vampire gibt. Sehr bizarr.

Wer auf eine Liebesgeschichte hofft, wird auch nicht enttäuscht, doch ist diese nicht so im Vordergrund, war mir persönlich sehr gut gefällt, da ich mittlerweile diese "Schnulzenszenen" eher nervig finde. Aber in diesem ist es nicht der Fall. Ein dicker Pluspunkt *g*. Wen aber diese Liebesgeschichte betrifft, verrate ich nicht.

Die Personen, die Rachel Caine, geschaffen hat wirken glaubwürdig und teilweise real. Nur teilweise, da eine Person so im wirklichen Leben wohl nicht existieren würde. Die Vampire natürlich ausgenommen. Vor allem Claire hat mir besonders gut gefallen. Anfangs wird sie von Monica terrorisiert und kann sich nicht wehren, wenn man an das normale Leben denkt, wird man Parallelen finden können. Dieser Konflikt ist gut beschrieben, wenn auch manchmal etwas überdreht. Mir tat Claire teilweise echt Leid.

Die Spannung wird das ganze Buch über aufrechterhalten, sodass keine Langweile aufkommt.

Was mir an dem Buch aber besonders gut gefallen hat, ist, dass es nicht das typisch klischeehafte Vampirbuch ist à la eine Frau verliebt sich in einen geheimnisvollen Fremden, findet heraus, der er ein Vampir ist usw... Nein, in Morganville sind Vampire wirklich noch die Bösen. Auf jeden Fall ein Pluspunkt.

Einen Punkt Abzug gibt es aber dann doch, nämlich das Ende: Das Buch endet an einer derart spannenden Stelle, dass man es einfach nicht aushält nicht sofort mit dem nächsten Band weiterzulesen. Diesen äußerst böse Cliffhanger hätte das Buch nicht nötig, denn man will auch so wissen, wie es weitergeht mit Claire und ihren neuen Freuden. Mir scheint, dass es eine Marktstrategie ist, damit ja das zweite Buch gekauft wird.

Noch etwas zur Lesbarkeit: Ich habe mich nicht schwer getan mit dem Englisch im diesem Buch. Anfangs brauche ich zwar immer eine Einlesezeit, aber nach 10 Seiten bin ich dann ganz und gar im Buch verwurzelt. Es ist auf keinen Fall ein schwieriges Englisch und wer ansonsten auch mit englischen Büchern Zurecht kommt, wird hier auch keine Probleme haben.

Fazit: "Glass Houses" ist ein wirklich gelungener Einstieg in eine neue Vampirserie, zumindest für mich, der ohne schwülstige Liebeszenen auskommt und auf jeden Fall für Vampir-Fans empfehlenswert ist.

Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Punkten.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Die Spur der Wölfin - Sarah Baines

Die Spur der Wölfin
Sarah Baines, September 2006
Moments, ISBN: 3937670424
Seiten: 336

Das Buch "Die Spur der Wölfin" habe ich als Sonderausgabe bei Plus für 2,99 oder 3,99 gekauft. Es handelt sich nicht um die gebundene Ausgabe, sondern um ein ganz normales Taschenbuch. Angeregt das Buch zu lesen wurde ich von den Büchereulen. Dort habe ich eine Rezension gelesen und mich hat auf Anhieb angesprochen.


Inhalt:

Eigentlich ist Laura eine bodenständige, junge Frau. Sie lebt und studiert als Deutsche in New Orleans, um ihre Zukunft scheint sie sich keine Sorgen machen zu müssen. Alles ist in bester Ordnung, bis sie eines Nachts nach Hause kommt und ihre Gasteltern ermordet auffindet. Für die Polizei sieht es nach einem wilden Tier aus, doch Laura zweifelt. Zu viele Fragen sind noch offen: Warum sollte ein Tier das tun? Was hat Patrick, bei dem sie Unterschlupf gefunden hat, mit der ganzen Sache zu tun? Und seit wann ist sie bereit, an Werwölfe zu glauben?


Über die Autorin:

Geboren in Kassel und aufgewachsen in Bremen, lebt Sarah Baines derzeit in Oldenburg und studiert dort Germanistik, Geschichte und Politik. »Die Spur der Wölfin« ist ihr Debütroman bei Moments.
Der Verlag über das Buch: Rätselhafte Vollmondnächte und unbezähmbare Gefühle - für Fans von Kelley Armstrong.


Meine Meinung:

Der Titel "Spur der Wölfin" ist meiner Meinung nicht gut gewählt und auch sehr irreführend. Ich dachte z. B. dass der Mordanschlag, der Titel lässt es so zumindest vermuten, von einer Wölfin durchgeführt wurde. Aber dann erfährt man, dass es gar keine weiblichen Werwölfe gibt, ja was denn nun? Ich war verwirrt. Doch zum Ende des Buches löst sich der Schleier, der über dem Titel liegt und der Leser versteht auch, wieso die Autorin ihn gewählt hat. Anfangs jedoch stiftet er eher Verwirrung.

Das Cover dieser Ausgabe gefällt mir ausgesprochen gut. Abgebildet ist ein weißer Wolf, dahinter ein Gebierge und oben sieht man eine Frau mit auffalend rotem Haar. Den Wolf kann man leicht mit dem Inhalt in Verbindung bringen, bei der Frau tue ich mich persönlich etwas schwerer, denn Laura, die Hauptperson hat keine roten Haare. Ich konnte mir aber auch niemand anderen für die Frau zusammenreimen, also schließe ich, dass das wohl doch Laura sein soll.

Ich bin an das Buch nicht mit derart hohen Erwartungen herangegangen, da ich bereits mehrere Bücher mit dem Thema Werwölfe gelesen habe und diese mir außerordentlich gut gefallen haben. Zu nennen wären da u. a. Markus Heitz' Ritus und Sanctum, sowie die "Woman of the Otherworld"-Serie von Kelley Armstrong. Aber enttäuscht hat mich "Die Spur der Wölfin" auch nicht. Ich würde sagen, dass das Buch gutes Mittelmaß war. Es kommt aber auf keinen Fall an die obengenannten Bücher heran. Ich konnte aber Ähnlichkeiten zur Serie von Kelley Armstrong feststellen, so z. B., dass es bei ihr auch nur einen weiblichen Werwolf gibt. Aber es gibt auch Unterschiede, so etwas, dass sich Sarah Baines mehr auf die Entwicklung der Liebesgeschichte konzentriert und nicht derart blutig bzw. heftig schreibt, im Gegensatz zu Kelley Armstrong.

Ich finde, dass die Autorin die Werwölfe, für meinen Geschmack, zu "menschlich" und zu wenig wild bzw. ursprünglich darstellt. Werwölfe sind zwar halbmenschlich, aber die wilde Seite wird hier doch etwas vernachlässigt. Bei Amazon schreibt eine Rezensentin: "Weichgeschleuderte Werwölfe" und ich finde, damit hat sie Recht.

Was mir persönlich auch nicht so gefallen hat, dass sich die Autorin derart auf die Liebesgeschichte gestürzt hat. Mich hätten Hintergrundinformationen zu den Werwölfen brennend interessiert, z. B. wie sie entstanden sind, wo sie herkommen etc. Ich habe mittlerweile schon derart viel "weichgespülte" Vampir- bzw. Werwolfromane gelesen, dass es mir schlichtweg reicht. Andere Autoren kommmen auch ohne Liebesgeschichte bzw. mit einer am Rande spielenden aus, wieso nicht auch hier.

Die Autorin hat es aber geschafft die Personen detailliert zu beschreiben, so erfährt man z. B. sehr viel über Lauras schreckliche Vergangenheit und so versteht man auch wieso sie teilweise so bzw. so handelt. Die Idee der Werkatze fand ich auch toll, da hätte man noch mehr darüber schreiben können.
Aber ich muss sagen für das, dass das Buch das Erstlingswerk der Autorin ist, hat sie sich schon recht gut geschlagen. Das Buch ist auf jeden Fall flüssig geschrieben und Langeweile kommt, zumindest bei mir, nicht auf.

Das Ende des Buches lässt vieles offen und daher wäre vielleicht eine Fortsetzung nicht auszuschließen...


Fazit: Wer Werwolf-Romane à la Kelley Armstrong gern liest und es weniger heftig (in Liebesdingen schon) mag, ist mit "Spur der Wölfin" bestens bedient.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Punkten.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Geschafft

Heute habe ich endlich die letzte Klausur vor den Weihnachtsferien geschrieben *freu*
Auch, wenn es jetzt doch nicht 4 Stück in einer Woche waren, war es doch sehr stressig. Ich hatte deshalb nur 3, weil ich bei einer krank im Bett zu Hause war. Seit 2 Jahren war ich schon nicht so krank. Die muss ich jetzt nachschreiben, aber erst nach den Weihnachtsferien.

Gelesen habe ich bisher:
  • Die Spur der Wölfin - Sarah Baines (erledigt)

  • Glass Houses - Rachel Caine (erledigt)

Momentan lese ich gerade: The Dead Girl's Dance - Rachel Caine

Rezensionen folgen noch, morgen werd ich mal beginnen damit.

Jetzt kann ich mal ein wenig die Füße baumeln lassen.
  • Wobei ich in den Weihnachtsferien nicht nichts tun kann. Da wär zu machen:

-An der Facharbeit noch rumbasteln (erledigt)

-Ein Kunstprojekt machen (erledigt)

-Für Mathe das Thema Analytische Geometrie zusammenfassen (erledigt)

Die nächsten Tage werde ich allerdings das machen, was auch dem Bild zu sehen ist.

Ich habe mein Bewertungssystem verändert: Jetzt gibt es als Höchstzahl nur noch 5 Punkte, so ist es einfach übersichtlicher. Ich vergebe dann aber auch noch halbe Punkte.

Montag, 8. Dezember 2008

Rezensionen

Wie ihr bestimmt seht, hat sich bei meinen neuesten Rezensionen ein wenig geändert...Mir gefällt es so einfach besser.

Von Mittwoch 10.12. bis Mittwoch 17.12. schreibe ich !4! Klausuren, d. h. es wird wahrscheinlich wieder zu einem Rezi-Stau kommen. Ich entschuldige mich daher lieber vorher schon. Wie sagt man so schön: "Vorsicht ist besser als Nachsicht!"

Lg

eine "leicht gestresste" Claudia

Sonntag, 7. Dezember 2008

Vampire! Vampire! - Markus Heitz

Vampire! Vampire! Alles über Blutsauger
Markus Heitz, November 2008
Piper, ISBN: 3492291813
Seiten: 208

"Vampire! Vampire! Alles über Blutsauger" ist ein Sachbuch, das durchaus witzige Stellen beinhaltet. Markus Heitz hat sich mit dem Thema Vampire bereits in seinem Buch "Die Kinder des Judas" beschäftig und nun ein Sachbuch über diese Vampire herausgebracht. Ich habe das Buch mit einer lieben Eule getauscht. Da Markus Heitz einer meiner Lieblingsautoren ist, habe ich mich entschieden auch dieses Buch von ihm zu lesen.

Inhalt:

Im Jahr 1731 kommt es nahe Belgrad zu mysteriösen Todesfällen. Die Behören sprechen von Vampirismus. Doch ist dieser historisch verbürgte Fall wirklich der erste? Woher stammt der Vampirmythos? Gibt es Beweise für ihre Existenz oder ist alles erlogen? Wie sehen Vampire aus, und mit welchen Mitteln kann man sich gegen sie zur Wehr setzen? Mit Spannung, Witz und glänzend recherchierten Anekdoten führt Bestsellerautor Markus Heitz durch die Geschichte der Blutsauger und bietet das unverzichtbare Rüstzeug für alle Fans der spitzen Eckzähne. Alles, was man über die unheimlichsten Geschöpfe der Menschheitsgeschichte wissen muss.


Über den Autor:

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte und lebt als freier Autor in Zweibrücken. Sein Erstling "Schatten über Ulldart", der Auftakt zum sechsbändigen Epos "Ulldart Die Dunkle Zeit", wurde mit dem Deutschen Phantastik Preis 2003 als "Bestes Roman-Debüt National" ausgezeichnet. Markus Heitz gehört heute zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren.


Meine Meinung:

Der Titel "Vampire! Vampire! Alles über Blutsauger" passt gut zu dem Buch. Er ist aussagekräfttig und man erfährt gleich worum es hier geht. "Vampire! Vampire" steht hierbei wahrscheinlich für die Hysterie, die damals durch die "Vampire" ausgelöst wurde. Der Rest des Titels beschreibt den Inhalt des Buches.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Der Hintergrund ist schwarz gehalten, die rote Schrift wirkt dadurch sehr deutlich. Auch der Untertitel "Alles über Blutsauger" in weiß kommt gut zur Geltung. Die abgebildete Zeichnung zeigt eine Feldermaus (soll wahrscheinlich einen Vampir darstellen) und ein Kreuz, an dem die Fledermaus mit einer Kette befestigt ist. Die Piper Bücher sind normalerweise dafür bekannt, dass sie schnell rundgelesen und schief sind. Bei diesem Buch war dies nicht der Fall, da das Buch nicht so dick war.

Eins vorweg: Wer in diesem Buch Vampirgeschichten mit Action sucht, ist falsch. Es handelt bei "Vampire! Vampir" Alles über Blutsauger" um ein Sachbuch, das den Ursprügen des Vampirglaubens nachgeht und diese Ursprünge auch teilweise ins Lächerliche zieht.

Ein kleiner Ausschnitt vom Anfang des Buches: "Begeben wir uns also auf die Spurensuche und versuchen, etwas Licht in die Gruft zu bringen und die Geheimnisse der Vampire aufzudecken. Noch eine kleine Warnung: Menschen mit leichtem Hang zum Verfolgungswahn werden danach überall Vampire sehen. Pflöcke schnitzen, Messer wetzen und Benzin für ein lustiges Feuerchen suchen - es könnte gefährlich werden..."

Hier sieht man schon, dass Markus Heitz versucht nicht nur trockene Fakten zu liefern, sonder auch das ganze etwas unterhaltsamer zu gestalten.

Viele Informationen im Buch waren mir bereits bekannt, so etwa die Geschichte des Dorfes Medvegia. Die Vorfälle in dem Dorf werden genaustens beschrieben und so erfährt man auch, wie aus Aberglauben, wirklich der Glaube an Vampire wird. Sogar intelligente Menschen, wie Wissenschaftler usw. haben sich diesem Glauben unterworfen. Es gab zwar immer wieder Abweichler, aber der Großteil der Menschen glaubte daran. Publik konnte das ganze natürlich nur die damaligen Medien werden, die auch zur Verbreitung des Glaubens beigetragen haben.

Doch ich konnte auch Neues aus dem Buch erfahren, so etwa, dass es in Deutschland den sogenannten "Nachzehrer" als Vampir gab.

Das Buch ist gespickt mit lustigen Szenen, bei denen man einfach lachen muss: z.B. man klaue dem vermeintlichen Vampir die linke Socke, fülle sie mit Graberde und bringe sie bis raus vor's Dorf, der Vampir geht die Socke suchen und findet den Rückweg nicht mehr... Interessant, oder?
Heitz nimmt alles nicht so ernst (sich selbst in der Autorenfunktion auch nicht) und steht daher auch über dem Thema.

Es gibt auch ein paar eklige Stellen - der Autor warnt jeweils vor - jedoch wird der abgebrühte Vampir-Literaturkenner Derartiges sicher gewohnt sein. Bei mir war es zumindest so.

Teilweise war das Buch aber doch etwas langatmig, vor allem, wenn man sich selbst schon näher mit dem Thema Vampire auseinandergestetz hat. Die Sprache bzw. Schreibstil war recht flüssig und so ließ sich das Buch im Großen und Ganzen auch gut lesen.

Man merkt auf jeden Fall, dass sich Markus Heitz sehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat, was nicht zuletzt auch die Fußnoten bzw. die im Anhang erwähnte Primär- bzw. Sekundärlitertur beweist.

Fazit: Wer sich mal ein paar Stunden amüsieren und trotzdem etwas über Vampire lernen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient.


Ich vergebe 3,5 von 5 möglichen Punkten.

Samstag, 6. Dezember 2008

Wolfsfluch - André Wiesler

Wolfsfluch. Die Chroniken des Hagen von Stein 3
André Wiesler, September 2008
Heyne, ISBN: 3453524470
Seiten: 460

"Wolfsfluch" ist der dritte und somit leider der letzte Teil der Chroniken des Hagen von Stein. Ich hoffe, dass der Autor weitere Bücher in diesem Stil schreibt, denn mich hat er damit begeistern können. Teil 1 der Trilogie heißt "Hexenmacher" und Teil 2 "Teufelshatz".


Inhalt:

Hagen von Stein wurde im 14. Jahrhundert auf der Burg Aichelberg geboren und ist inzwischen ein Unsterblicher, ein Bletzer. Der einstige Wariwulf ist mit diesem Leben alles andere als zufrieden und daher ist er auf der Suche nach Bestandteilen für ein Ritual, das ihn wieder zum Sterblichen macht. Von Ulda, seiner früheren Geliebten, die hellseherische Fähigkeit hat, erfährt er, dass es eine Frau für ihn gibt mit der er vielleicht sogar Kinder haben könnte. Doch als Bletzer ist ihm das nicht möglich. Was ihm noch fehlt ist eine Nachfahrin der Hildegard von Bingen, eine Hexe braucht er noch.
Georg von Vitzhum, Korrektur und Inquisitor der heiligen römischen Kirche, ahnt, dass Hagen von Stein etwas vorhat. Kann aber noch nichts Derartiges beweisen. Er bleibt Hagen von Stein weiterhin auf der Spur und es kommt zu einer Auseinandersetzung der beiden, die, wie sollte es auch anders sein, zugunsten des Bletzer endet. Die Kräfte des Guten alleine reichen also nicht aus, sie sind denen der Unsterblichen unterlegen. Um den Guten doch noch zum Sieg zu verhelfen, kommt nur eines in Frage: ...

Im furiosen Abschluss seiner Mystery-Trilogie lüftet der deutsche Autor das große Geheimnis - denn das Schicksal des Inquisitors Georg, der im heutigen Deutschland die Fäden zusammenführt, ist auf unheimliche Weise mit dem des mittelalterlichen Hagen verwoben.


Über den Autor:

André Wiesler, geboren 1974, machte sich nach seinem literaturwissenschaftlichen Studium einen Namen als Autor von Shadowrun- und DSA-Romanen. Nebenbei arbeitet er, nach einer Karriere als Comedy-Autor für TV-Produktionen wie "RTL-Samstag Nacht", als Übersetzer und leitet als Chefredakteur das Rollenspiel "LodlanD" und das Magazin Envoyer. André Wiesler lebt zusammen mit seiner Frau Janina und dem Labrador-Mischling Lucky in Wuppertal.

Meine Meinung:

Der Titel, ist wie die der Vorgänger, gut gewählt. Der aufmerksame Leser kann sich im Laufe des Buches zusammenreimen, was damit gemeint ist. "Wolfsfluch" hört sich beklemmend und furchteinflössend an und so ist zum Teil auch die Atmosphäre im Buch.

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Abgebildet ist ein Wolf, wahrscheinlich ein Wariwulf oder ein Vagr. Die rote Schrift steht im Kontrast zu dem schwarzen Hintergrund und wirkt daher fantastisch. Der Titel "Wolfsfluch" sticht nicht nur optisch hervor, sondern durch Anfassen des Buches, da er ein wenig erhöht ist.

Der Monat Dezember hat erst begonnen, aber ich hab wohl schon mein Monatshighlight gefunden: "Wolfsfluch". Das gesamte Packet hat gepasst, das Buch war spannend, flüssig geschrieben, teilweise auch informativ...

Sehr gut gefallen haben mir wieder die verschiedenen Handlungsstränge: Man erfahrt etwas über Hagen von Stein in der Vergangenheit, gleichzeit spielt er aber auch in der Jetzt-Zeit ein wichtige Rolle. Georg von Vitzhum, der größte Widersacher von Hagen erhält ebenfalls einen eigenen Handlungsstrang. Wobei man anmerken muss, dass dieser Teil mehr in der Gegenwart als in der Vergangenheit spielt, im Gegensatz zu den anderen Teilen.

Das Buch war auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und teilweise waren die Entwicklungen für mich überraschend. Ich hätte z. B. nicht gedacht, dass Georg von Vitzhum derart "weit geht" nur um Hagen von Stein zu beseitigen.

Die dargestellten Personen sind zum Teil bekannt und daher fällt der Einsteg ins Buch sehr leicht. Über manche Charaktere erfährt man auch mehr, so z. B. über Rigel, einem Kollegen von Georg. Seine Kindheit war schon geprägt von den "Monstern" und daher ist es leicht verständlich, dass er als Erwachsener mit allen Mitteln versucht diese zu beseitigen. Es tauchen aber auch neue Personen, die gut und detailliert beschrieben. Marie, z. B. die zukünftige Hecetisse von Hagen, die im Verlauf des Buches noch eine wichtige Rolle spielt.

Dieser Teil der Trilogie beschäftigt sich mehr mit den Hexen, was sehr interessant war. Marie, die angeboren Fähigkeiten hat, kann z. B. mittels eines Ritual diese Kräfte wecken und sie auch verstärken. Man erfährt, wie sie diese einsetzt und wie sie sie trainieren kann.
Aber die Vagr spielen eine große Rolle im Buch. Hier wird anhand einiger dieser Wesen erklärt z. B. , wie das Zusammenleben in einem Rudel funktionert und, dass ein starker Rudelführer enorm wichtig ist.

Sehr gut gefallen haben mir die Anmerkungen zu Anfang eines neuen Kapitels. Dort werden die Geschehnisse jenes Jahres erwähnt, so lernt man noch etwas dazu, was sicherlich nicht schlecht ist. Zu Anfang des Buches wird eine kurze Zusammenfassung der letzten beiden Teile gegeben und auch die Personen werden noch kurz aufgeführt, so fällt der Einstieg sehr leicht. Am Ende des Buches findet sich Glossar, der die ganzen unbekannten Begriffe, wie Bletzer, Hecetisse, Vagr etc. erklärt.

Hagen selbst fand ich den letzten beiden Teilen besser herausgearbeitet. Er kommt teilweise noch kälter rüber, aber er wirkt auch etwas farblos an manchen Stellen. Er war machmal sehr anstrengend und fast schon unsympathisch. Das ist das Einzige, was ich etwas schade gefunden habe. Georg hingegen konnte bei mir punkten: Seine Motivation und Handlungen haben ihn zu einer sehr sympathischen Figur gemacht. Er war wirklich die Überraschung im 3. Teil.

Die ganze Reihe hat bei mir wirklich Eindruck hinterlassen und ich hoffe, dass der André Wiesler wieder solche Bücher schreibt. Vielleicht gibt es eine Art Fortsetzung der Hagen-von-Stein-Trilogie, vielleicht nicht mit Hagen selbst, aber mit Georg wäre es durchaus möglich. Das Ende dieses Bandes lässt dies schon zu. Ich zähle André Wiesler nun zu einem meiner Lieblingsautoren neben Markus Heitz.

Fazit: Alles in allem ist "Wolfsfluch" ein toller letzter Teil der Trilogie um Hagen von Stein. Wer derartige Bücher gern liest, sollte allerdings mit dem 1. Teil beginnen, da sonst die Umstände ungeklärt bleiben und das dem Lesen nicht förderlich ist.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Punkten.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Verhext und zugenäht - Valerie Frankel

Verhext und zugenäht (Originaltitel: Hex and the Single Girl, 2006)
Valerie Frankel, 2007 (übersetzt von Karolina Fell)
Ullstein, ISBN: 3548267831
Seiten: 363



Zuerst muss ich mal erwähnen, dass ich mir dieses Buch nicht so gekauft habe. Nein, es war in einem Bücherpaket bei Ebay mitdrin. Und da sage ich natürlich nicht "Nein". Die Inhaltsangabe hat sich auch ganz lustig angehört und für Zwischendurch zur Unterhaltung, habe ich mir gedacht, ist es sicher nicht schlecht. Im Englischen heißt das Buch übringens "Hex and the Single Girl" und es scheint einer Reihe namens "Little Black Dress" anzugehören.


Inhalt:

Emma Hutch, 33, hat eine besondere Fähigkeit: Als Hexe kann sie verführerische Bilder in die Köpfe anderer Menschen schicken. Nur folgerichtig, dass sie eine Partnervermittlung betreibt. Ihre Zauberkraft scheint jedoch ein Fluch zu sein, wenn es um ihr eigenes Liebesleben geht. Bis sie den Auftrag annimmt, den attraktiven Künstler William Dearborne zu beeinflussen. Den nämlich küsst sie versehentlich, schickt ihm die falschen Bilder - und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Denn eigentlich sollte ich William Bilder von Daphne schicken und ihn so auf sie aufmerksam machen, doch genau das Gegenteil passiert. Es kommt zu witzigen Verwicklungen, teilweise auch etwas skuril, die am Ende wohl wie aussgehen werden?...


Über die Autorin:

Valerie Frankel hat zehn Romane und mehrere Sachbücher geschrieben und veröffentlicht regelmäßig Artikel in Self, Glamour, Parenting und Q. Ihr erster Roman auf deutsch, Blondine ehrenhalber, erschien 2001 bei Ullstein. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Katzen in Brooklyn.


Meine Meinung:


Der Titel "Verhext und zugenäht" passt zum Buch, da es schließlich um eine Hexe geht, die von einem Missgeschick zum Nächsten stolpert und bei der sozusagen alles "verhext" ist. "Zugenäht" soll es wohl eher in dem Sinne von "Verflixt und zugenäht"heißen, also eine Art Wortspiel, aber ob das geglückt ist, müsst ihr selber entscheiden. Den deutschen Titel find ich allerdings hier aussagekräftiger als den Englischen.

Das Cover soll vermutlich Emma zeigen, wobei dann die Augenfarbe falsch wäre, denn sie hat laut Buch bernsteinfarbene Augen. Die Haarfarbe bzw. die Haare generell würden passen. Man sieht noch eine Art Zauberstab und eine Stadt, vermutlich New York, ist abgebildet.

Wie oben bereits erwähnt, hätte ich mir dieses Buch aus freien Stücken nicht gekauft, daher ging ich auch nicht mit so hohen Erwartungen an das Buch. Ich fand es wirklich teilweise ganz witzig zu lesen, es war amüsant, unterhaltend, was will man mehr?(in Bezug auf dieses Buch)

Ich würde sagen, dass das Buch ein romantischer Roman ist, der magische Elemente beinhaltet.
Emma ist eine sehr sympathische Protagonistin, die immer wieder in andere Rollen schlüpft, um ihre Aufträge zu erfüllen. Man merkt, dass sie ein großes Herz hat und viel Kummer darüber empfindet, dass sie seit dem Tod ihrer Mutter keine Liebesbeziehung mehr führen kann. Was ich teilweise aber auch als weit hergeholt empfand und daher auch etwas unglaubwürdig. Aber da das Buch ja nicht im wahren Leben seine Basis hat, ist das schon in Ordnung gegangen.

William empfand ich persönlich als nicht so symphatisch. Was wohl einerseits daran liegen kann, dass er zu blass blieb und man wenig über ihn erfuhr oder andererseit daran, dass er teilweise schon komische Einstellungen hatte. Es kam so rüber, als ob er auch gewisse magische Fähigkeiten besitzen würde, es wurde aber nie ausdrücklich erwähnt und dennoch konnte er in gewisser Weise Emma beeinflussen. Er kam künstlich und konstruiert rüber und vermittelte deshalb nicht den Eindruck der Sympathie.
Die Nebencharktere waren sehr lustig und teilweise skuril, insgesamt haben sie aber alle in die Story gepasst und sie auch sehr gut ausgefüllt.

Was mir ein wenig fehlte, war die Tatsache, dass Emma Fähigkeiten doch etwas monton ausgestaltet waren und keine Abwechslung bzw. Variatonen zeigten. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich, wie auch ihre Fähigkeiten, weiterentwickeln. Auch die Liebesbeziehung, die zwischen Emma und William entsteht, was mir eigentlich schon von vorneherein klar war, war teilweise etwas langweilig und hätte mehr Spannung gebraucht.

Spannung kommt generell eher selten vor, das Buch plätschert so vor sich und man wartet vergebens auf actionreiche Handlung. In erster Linie ist das Buch wohl auf die Liebesgeschichte hin ausgerichtet. Teilweise wirkt das Buch daher etwas langatmig und teilweise musste ich mich zwingen weiterzulesen.

Fazit: "Verhext und zugenäht" ist eine nette Lektüre für Zwischendurch,vielleicht auch für abends vor dem Schlafengehen, die durchaus witzig, wie auch unterhaltend ist.


Ich vergebe 7,5 von 10 Punkten.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Lesestatistik im November

Folgende Bücher habe ich im November gelesen:

Thomas Plischke; Die Zwerge von Amboss; 5,4 (abgebrochen)
John le Carré; Marionetten; 1,3
Marianne de Pierres; Code Noir; 1,2
Andreas Eschbach; Ausgebrannt; 1,4
Carl Zuckmayer; Der Hauptmann von Köpenick; 1,1
Lori Handeland; Hunter’s Moon; 2,5
Valerie Frankel; Verhext und zugenäht; 2,3
Erich Kästner; Fabian; 1,5

Diesen Monat habe ich anscheinend eine gute Auswahl getroffen, wobei kein richtiges Monatshighlight dabei war...

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Mein SUB: 17 Bücher I Neu gekauft: 0 Bücher (40 Tage Buchkaufverbot) I Gelesene Seiten: 2.703 I Seiten pro Tag: ~90

Dienstag, 2. Dezember 2008

Online-Adventskalender

Seit gestern ist wieder Adventskalender-Zeit. Aber es gibt nicht nur Adventskalender mit Schokolade, Spielsachen etc. , nein, es gibt sie auch online. Bei "libromanie" habe ich die Idee der Auflistung der Online-Adventskalnder entdeckt und nun folgt sie, wenn auch mit ein paar mehreren von mir selbst Gefundenen:


Random House Adventskalender

Jokers Krimi Adventskalender

normaler Jokers Adventskalender

webmiles Lebkuchenhaus

S. Oliver Adventskalender


Nun wünsche ich noch denen viel Glück, die mitmachen und dem Rest eine schöne und vor allem besinnliche Adventszeit...

Montag, 1. Dezember 2008

Rezi zu "Hunter's Moon

Jetzt hab ich Gott sei Dank eine Woche, in der es etwas ruhiger zugeht. Und so kann ich auch endlich ein paar Rezis nachholen, die ich eigentlich schon lang hätte schreiben können.
"Hunter's Moon" gehört zur Reihe der "Nightcreature" ist dort der 2. Teil. Den 1. Teil, "Blue Moon", habe ich schon gelesen und auch rezensiert. In deutsch heißt dieses Buch "Wolfgesang" und es ist bisher auch der letzte Teil, von ingesamt 8 Teilen, der auf deutsch übersetzt wurde.


Inhalt:

Leigh Tyler was once a kindergarten teacher with starry-eyed dreams-dreams that turned into nightmares when the biggest mistake she ever made came back to tear her world apart. Now, Leigh lives only for the hunt. Werewolves are her prey, and love is no longer an option.
Leigh has been called to Wisconsin for something big. As long as it means killing fanged and furry demons, she's up for it. But the worst is yet to come, because something stronger and smarter than the average beast is on the prowl...and it's doing Leigh's work for her. Intoxicating and intriguing, Damien Fitzgerald is making Leigh question her vow never to let another man into her bed, or her heart. Every moment with him brings forth familiar-and dangerous-urges. Urges that may prove too strong to resist. Leigh's job is a dance with death, and she has no intention of letting Damian become involved and get hurt. Especially now that she knows her enemy is watching from the forest. Waiting for her first wrong step...

Auf Deutsch:
Früher war Leigh Tyler Kindergärtnerin und hatte große Pläne für ihre Zukunft. Doch seit ihr ehemaliger Geliebter sich in einen Werwolf verwandelt und ihre Familie getötet hat, kennt sie nur noch ein Ziel: Rache zu nehmen. Als Mitglied einer geheimen Organisation von Werwolfjägern wird Leigh nach Wisconsin gerufen, weil dort einer der mythischen Wölfe sein Unwesen treiben soll. In Crow Valley begegnet ihr der verführerische Ire Damien Fitzgerald, der tiefe Gefühle in ihr weckt. Doch Leigh hat sich geschworen, nie wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen ...


Über die Autorin:

Lori Handeland has written over forty novels, novellas and short stories in several genres--historical, contemporary, series and paranormal romance, as well as urban fantasy--for such publishers as: Dorchester, Kensington, Harlequin, St. Martin’s Press, Harper-Collins and Simon and Schuster.
She is a New York Times, USA Today, Waldenbooks and Bookscan Bestselling Author and the recipient of many industry awards, including two RITA Awards from Romance Writers of America for Best Paranormal and Best Long Contemporary Romance, a Romantic Times Award for Best Harlequin Superromance, the Colorado Romance Writers Award of Excellence, the Write Touch Readers Award, the National Readers Choice Award and the Prism Award.
Published world wide and known for her popular and highly acclaimed Nightcreature paranormal series, Lori will begin the long awaited new Urban Fantasy series – The Phoenix Chronicles, with the November 2008 release of ANY GIVEN DOOMSDAY. The series continues in 2009 with the May release of DOOMSDAY CAN WAIT, followed by APOCALYPSE HAPPENS later that year.
Lori lives in Wisconsin with two sons, a husband and a yellow lab named Elwood.( http://www.lorihandeland.com/profile/biography/)


Meine Meinung:

Das englische Cover von "Hunter's Moon" ist in einem Rotton gehalten und damit passend zum Titel, denn der Hunter's Moon wird auch noch blood moon (Blutmond) genannt. Zu sehen sind zwei Wölfe, ein Mond natürlich und ein etwas unscharfes Gesicht.
Der Titel ist natürlich sehr passend, da der Blutmond eine sehr wichtige Rolle spielt. Ich finde den englischen Titel auch aussagekräftiger als "Wolfskuss", den deutschen Titel.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch recht gut gefallen, mit der englischen Sprache habe ich mittlerweile auch keine allzu großen Probleme mehr. Die Wörter, die häufig in dem Buch vorkommen und die ich aus dem Zusammenhang nicht versteh, schaue ich nach und so lerne ich auch noch was dabei.

Der 2. Teil ist meiner Meinung nicht so stark wie der Erste. Da es doch etlich Parallelen zu ersten Buch gibt, kam bei mir teilweise Langeweile auf, da ich schon ahnen konnte, was nun als nächstes, analog zum ersten Teil, passiert. Teilweise war das Buch wieder klischeehaft, aber das habe ich auch nicht anders erwaret: Eine junge Frau verliebt sich in einen wunderschönen Adonis, der aber eine sehr dunkle Seite hat, es gibt natürlich Probleme, aber am Ende ist wieder alles nach dem Motto: "Friede, Freude, Eierkuchen". Parallelen wären z. B. Leigh ist eine ebenso taffe Heldin, wie Jessie; ihr Gegenüber, Daimen Fitzgerald, gibt sich ebenso geheimnisvoll, wie Cadotte es gewesen ist....

Die Spannung wird aber im ganzen Buch gut aufgebaut, wobei sie meiner Meinung nach daran leidet, dass man teilweise schon ahnt, was als nächstes passiert.

Es handelt sich hierbei eher um eine Liebesgeschichte, die sehr stark im Vordergrund steht, um diese sind dann Fantasyelemente gewoben. Die Abenteuerlastigkeit im ersten Teil hat mir einfach besser gefallen, ich bin einfach keine Schnulzen-Leserin. Hunter's Moon ist in gewisser Weise eine paranormale Romanze mit leidenschaftlichen Szenen und verwirrten Gefühlen.
Die Beziehung zwischen Leigh und Damien nimmt einen viel größeren Raum als die Aufklärung der Morde ein, denn die Lösung erweist sich als eher simpel. Immerhin muss man der Autorin zu Gute halten, dass sie die Handlung dennoch spannend und unterhaltsam in einem gefälligen und sehr flüssigen Stil verfasst und fast keine Langeweile aufkommen lässt.

Ich hätte gerne mehr über die Gesellschaft der Jäger-Sucher bzw. Hunter-Searcher erfahren. Dieser Aspekt hat mir in diesem Buch gefehlt, dadurch hätte man auch die Liebesromanelemente etwas zurückdrängen können.

Für mich war dieser Teil der Nightcreature-Serie wohl der letzte Teil, da ich eben nicht so auf Schnulzen stehe, sondern wirklich Fantasy lesen will. Dass Fantasy auch ohne Schnulzen erfolgreich sein kann, beweist Markus Heitz ein ums andere mal mehr.

Fazit: Hunter's Moon ist eher ein Buch für Liebhaber leidenschaftlicher Liebesromane, die werden hier auf ihre Kosten kommen. Positiv muss ich aber anrechen, dass es auch auch für den Genrefan immer noch ein wenig mehr als nur Beziehungskitsch und erotische Romantik bietet, hab ich mir zumindest sagen lassen.

Ich vergebe 7,5 von 10 Punkten.

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