
Über die Autorin:
Anne Holt, geboren 1958 in Larvik, wuchs in Norwegen und in den USA auf. Als freie Autorin lebt sie heute in Oslo und Südfrankreich. Seit 1993 veröffentlicht sie Kriminalromane, die zu internationalen Bestsellern avancierten und mit den wichtigsten Krimipreisen ihres Landes ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschienen auf Deutsch »Die Präsidentin« und »Der norwegische Gast«.
Kurzbeschreibung des Buches:
Über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse wütet ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin entgleist im Schneechaos. Die Passagiere, unter ihnen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, retten sich in das nahe Hotel Finse 1222. Die Gespräche im Hotel drehen sich vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen des Hotels zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Terroristen? Hanne Wilhelmsen ahnt, dass das Zugunglück noch nicht das Schlimmste ist, sondern der Mord an einem mitgereisten Pastor, der erschossen im Schnee liegt. Als Hanne schließlich glaubt einen Zeugen für den Mord gefunden zu haben, wird dieser auch ermordet…
Über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse wütet ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin entgleist im Schneechaos. Die Passagiere, unter ihnen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, retten sich in das nahe Hotel Finse 1222. Die Gespräche im Hotel drehen sich vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen des Hotels zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Terroristen? Hanne Wilhelmsen ahnt, dass das Zugunglück noch nicht das Schlimmste ist, sondern der Mord an einem mitgereisten Pastor, der erschossen im Schnee liegt. Als Hanne schließlich glaubt einen Zeugen für den Mord gefunden zu haben, wird dieser auch ermordet…
Eigene Meinung:
Die Aufmachung gefällt mir außerordentlich gut: Ein Fenster (man könnte sie vorstellen, dass es ein der Fenster des Hotels Finse 1222 ist), das mit riesigen Eiszapfen fast verdeckt wird. Die rote Farbe des Hauses steht im Kontrast zum Eis, das macht schon Eindruck. Alles in allem also ein passendes Cover, das einem gleich vor Augen führt, wie es wohl vor dem Hotel Finse 1222 ausgesehen haben könnte. Auch das Lesebändchen hat seine Arbeit gewissenhaft erledigt. Dass eine Werbung auf dem Lesezeichen ist, hat mich nicht gestört, allerdings war das für mich neu.
Die Aufmachung gefällt mir außerordentlich gut: Ein Fenster (man könnte sie vorstellen, dass es ein der Fenster des Hotels Finse 1222 ist), das mit riesigen Eiszapfen fast verdeckt wird. Die rote Farbe des Hauses steht im Kontrast zum Eis, das macht schon Eindruck. Alles in allem also ein passendes Cover, das einem gleich vor Augen führt, wie es wohl vor dem Hotel Finse 1222 ausgesehen haben könnte. Auch das Lesebändchen hat seine Arbeit gewissenhaft erledigt. Dass eine Werbung auf dem Lesezeichen ist, hat mich nicht gestört, allerdings war das für mich neu.
Die Autorin schafft es kontinuierlich die Spannung zu (er)halten. Das Unglück, der Sturm, die Kälte, die Panik im Hotel, das sind alles Faktoren, die dazu beitragen, dass der Leser stets ein Flaues Gefühl im Magen hat. Die Protagonistin Hanne Wilhelmsen wurde mir mit jedem Kapitel sympathischer und ich habe sie nicht zuletzt auch wegen ihrer Art Dinge zu beobachten in mein Herz geschlossen: Anfangs zeigte sie noch eher eine Art Zurückgezogenheit, weil sie nicht im Mittelpunkt stehen will, aber im Laufe des Buches nimmt sie dann doch eine aktivere Rolle ein. Auch wie die Autorin schreibt gefällt mir sehr gut. Die Stelle z. B. wo sie schildert, wie sich der gefährliche Hund auf Hanne im Rollstuhl zu bewegt. Diese Situation war schon etwas gruselig in meinen Augen. Die Kapiteleinteilung ist mal etwas ganz Andres: Nach der Beaufort-Skala für Windstärken im Gebirge, aber durchaus passend zum Inhalt. Trotz all der positiven Sachen, die das Buch aufweist, gab es für mich auch negative: Als störend empfand ich, vor allem am Anfang, dass sie die Personen alle auf Anhieb duzen, liegt es an der Mentalität im hohen Norden? Im Laufe des Buches wechselt die Anrede von Sie auf Du und umgekehrt, das verwirrte mich doch ein wenig.
Aber alles in allem war es ein herrlicher Krimi, dessen Ende es in sich hat. Zudem wurde ich noch neugierig gemacht auf weitere Anne Holt Bücher.
Ich vergebe 8,5 von 10 Punkten.




2 Kommentare:
Ist doch klar - in Skandinavien duzen sich alle - dass es wechselt, ist wohl ein Problem der Übersetzerin, die hat es wohl bisher nicht gerafft.
Ich fand die Geschichte spannend. Was mich störte, waren die biertrinkenden Deutschen, die sich scheinbar daneben benommen haben bzw. nix mitgekriegt haben - ist doch ein Klischee wenn man an die alkoholsüchtigen Skandinavier denkt, die es tatsächlich in rauen Mengen gibt. Die fahren, das hab ich selbst schon mehrmals schon erlebt, am Wochenende mit der Fähre außerhalb des norwegischen Hoheitsgebiet, um sich mit günstigem hartem Sprit zu besaufen! Mag es auch Alkoholexzesse hier in Deutschland geben, aber so extrem wie in Norwegen und Schweden sind sie bei uns nicht.
Sonst ein spannendes Buch. Nicht erfreulich ist, dass Anne Holt ihre Protagonistin (und meine Namenvetterin) zum Krüppel gemacht hat - das fand ich sehr enttäuschend.
Ist doch klar - in Skandinavien duzen sich alle - dass es wechselt, ist wohl ein Problem der Übersetzerin, die hat es wohl bisher nicht gerafft.
Ich fand die Geschichte spannend. Was mich störte, waren die biertrinkenden Deutschen, die sich scheinbar daneben benommen haben bzw. nix mitgekriegt haben - ist doch ein überholtes Klischee im Gegensatz zu den alkoholsüchtigen Skandinavier , die es tatsächlich in rauen Mengen gibt. Die fahren, das hab ich selbst schon mehrmals schon erlebt, am Wochenende mit der Fähre außerhalb des norwegischen Hoheitsgebiet, um sich mit günstigem hartem Sprit zu besaufen! Mag es auch Alkoholexzesse hier in Deutschland geben, aber so extrem wie in Norwegen und Schweden sind sie bei uns nicht.
Sonst ein lesenswerter Krimi. Nicht erfreulich ist allerdings, dass Anne Holt ihre Protagonistin Hanne Wilhelmsen (und meine Namenvetterin) zum Krüppel gemacht hat - das fand ich sehr enttäuschend. Ich fand die Ermittlungen von Hanne Wilhelmsen und ihrem Team immer sehr interessant, die Personen sehr sympathisch. Die Bücher mit Inger Johanne Vick reichen da nicht ran - sie ist einfach zu unsympathisch wenn auch die Geschichten spannend sind.
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